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Kabelklau bei SBB nimmt zu

In Deutschland ist die Zahl der Diebstähle von Kabeln und anderen Metall­teilen an Gleisanlagen im letzten Jahr sprunghaft angestiegen. Auch die SBB verzeichneten eine Zunahme beim Kabelklau.

Südostschweiz
Donnerstag, 16. Februar 2012, 21:30 Uhr
Kupfer ist ein begehrtes Diebsgut.

Zürich. – Die SBB registrierten im Jahr 2010 insgesamt 24 Kupfer-Diebstähle, 2011 waren es deren 31 – eine deutliche Zunahme also. Dem Bahnunternehmen entstanden dadurch Schäden in Höhe «von mehreren Zehntausend Franken», wie Mediensprecher Reto Kormann auf Anfrage der «Südostschweiz» erklärte.

Kupfer ist wegen der stark gestiegenen Preise bei den Kabeldieben besonders beliebt. Sie verkaufen das geklaute Metall illegal an Schrotthändler. Bei den SBB wird Kupfer meist aus Lagern, von Lagerplätzen, Baustellen oder ab Fahrzeugen entwendet.

Massnahmen ergriffen

Noch gravierender ist das Problem des Kabelklaus alledings in Deutschland. Die Deutsche Bahn verzeichnete im letzten Jahr rund 3000 Diebstähle, was einem Anstieg um 50 Prozent entspricht. Das Unternehmen musste 15 Millionen Euro ausgeben, um die Schäden zu beheben.

Die Deutsche Bahn hat seit Juni vergangenen Jahres die Sicherheitsvorkehrungen verschärft – und ist damit erfolgreich. Unter anderem werden Kabel und andere Metallstücke mit unsichtbaren Partikeln markiert. So kann die Herkunft von gestohlenem Metall schnell ermittelt werden.

Auch die SBB haben Massnahmen gegen den Kabelklau ergriffen: Laut Sprecher Kormann werden etwa die Lagerbestände tief gehalten, die Kabelreserven auf Baustellen gegen Diebstahl gesichert oder bewacht sowie Lagerplätze «mit hoher Wertkonzentration» mit Alarmanlagen und Überwachungskameras gesichert. (sid)

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