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Hassler schlägt Alarm wegen Milchmenge

Der Bündner Bauernverband fordert erneut eine Steuerung der Milchmenge. «Wir haben sie gar nicht im Griff», findet Präsident Hansjörg Hassler.

Südostschweiz
Freitag, 27. April 2012, 22:00 Uhr
Hansjörg Hassler, Präsident des Bündner Bauernverbands.

Cazis. – Die Politik soll doch wieder ein Instrument schaffen, um die Menge an Milch steuern zu können, die in der Schweiz produziert wird. «So, wie beim Wein die Anbauflächen limitiert sind», erklärte Hansjörg Hassler, Präsident des Bündner Bauernverbands, am Freitag am Rande der Delegiertenversammlung des Verbands in Cazis-Unterrealta.

Auf verlorenem Posten

Es gehe aber nicht um eine staatliche Kontingentierung, der Staat solle bloss Hand bieten zu einer Branchenlösung. Die Menge müsse seitens der Milchproduzenten gesteuert werden können. Da Verarbeiter und Händler an grossen Milchmengen interessiert seien, stünden die Produzenten ohne Staatshilfe auf verlorenem Posten, so Hassler. Der übersättigte Milchmarkt sei aber ein grosses Problem. «Die Politik muss stärker eingreifen.»

Mit der Schweizer Agrarpolitik beschäftigte sich auch der Hauptreferent der Versammlung: Bernard Lehmann, Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft. (jfp)

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