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Ein «Spiel» mit viel Bier und noch mehr Regeln

Braucht es in Zeiten von Social Media noch Studentenverbindungen, um Freundschaften zu schliessen und zu pflegen? «Ja», sagen Churer Studenten. Deshalb haben sie die in Vergessenheit geratene AV Curiensis wieder aufleben lassen.

Südostschweiz
Montag, 25. März 2013, 09:30 Uhr
Flurin Carigiet und Florence Reusser haben der über 140 Jahre alten Studentenverbindung AV Curiensis neues Leben eingehaucht.

Chur. – Flurin Carigiet war bereits während seines Studiums in St. Gallen in einer Studentenverbindung. Als er begann, in an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zu studieren, kam ihm und einem Kollegen die Idee, hier eine Verbindung zu gründen. Die AV Curiensis wurde 1868 das erste Mal gegründet und rutschte vor rund zehn Jahren in die Versenkung. Mithilfe von ehemaligen Mitgliedern, den Altherren, liessen sich die AV Curiensis im letzten Jahr wieder aufleben und erweiterten sie auf die HTW und die Pädagogische Hochschule.

Verbindungen im Social Media-Zeitalter wichtig

Florence Reusser, ebenfalls Studentin an der HTW Chur sagt, dass die Verbindungen auch im Zeitalter von Facebook wichtig seien. Sich vom Bildschirm zu lösen und Freunde regelmässig zu treffen, das ermögliche Social Media nicht.

Was für Aussenstehende seltsam klingt, ist für Studenten ein Spass. Trotz der vielen Regeln stehe die Freundschaft ganz oben, so Carigiet. «Es ist ein Spiel, ein Stück weit. Und es soll Freude machen.» (so)

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