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Die Schweiz erlebt neuen Hitzerekord nach tropischer Nacht

Nach einer tropischen Nacht hat der Montag der Schweiz den Sommerrekord 2011 beschert: In Sitten VS war es 36,8 Grad heiss. Passend zur Hitze kommt derzeit Staub aus der Sahara in die Schweiz - mit der heissen Luft aus Nordafrika.

Südostschweiz
Montag, 22. August 2011, 19:50 Uhr

Bern. – Seit gut 30 Jahren war es Ende August nicht mehr so heiss, wie SF Meteo am Montagnachmittag mitteilte. Nach dem dritten Hitzetag in Folge habe die Hitzewelle damit ihren Höhepunkt nun erreicht.

So richtig heiss war es aber nicht nur im Wallis: Auch in Bern, Basel und Chur stieg die Temperatur am Nachmittag auf über 35 Grad, wie MeteoNews mitteilte. In der Region Zürich lagen die Werte nur knapp darunter zwischen 34 und 35 Grad.

Auch in der Höhe war der Montag mild - mit 22,8 Grad auf dem Pilatus, 20,5 Grad auf dem Säntis und 11,4 Grad auf der Jungfrau.

Von Sonntag auf Montag gab es an verschiedenen Orten eine Tropennacht mit Temperaturen von über 20 Grad. Am wärmsten war es in Basel und St. Gallen sowie in leicht erhöhten Lagen.

Laut SF Meteo zeigen die historischen Daten des Bundesamts für Meteorologie und Klima für Basel, dass das wohl heisseste je gemessene Sommerende auf die Zeit während des Zweiten Weltkriegs zurückgeht. Am 21. August 1943 wurden in Basel rekordhohe 38,7 Grad gemessen.

Die Hitzewelle dürfte noch bis Donnerstag dauern. Doch während die Temperaturen hochsommerlich bleiben, trägt der Himmel nicht mehr unbedingt zum Bilderbuchwetter bei. Statt stahlblau zeigt er sich laut SF Meteo in nächsten Tagen oft leicht gelblich-trüb. Grund dafür ist Luft aus Marokko und Algerien, die Staub aus der Sahara mitbringt.

Mit den hohen Temperaturen ist auch die Ozonbelastung gestiegen. Der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde am Montagnachmittag beinahe an allen Messstationen der Schweiz überschritten, wie aus den Zahlen des Bundesamts für Umwelt hervorgeht.

Sensible Personen können auf die hohe Ozonbelastung mit Beschwerden wie Augenbrennen oder Atemwegsproblemen reagieren. MeteoSchweiz rät Betroffenen, anstrengende körperliche Aktivitäten eher auf den Morgen oder den Abend zu verlegen. (sda)

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