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Bündner Polizei muss nicht vor Lasern geschützt werden

Bündner Polizei muss nicht vor Lasern geschützt werden

Die Bündner Kantonspolizei sieht noch keinen Handlungsbedarf bei Laserattacken. Auch die RhB wartet vorerst ab.

Südostschweiz
06.01.14 - 08:00 Uhr
Sowohl die Bündner Kantonspolizei als auch die RhB und die Rega wollen vorerst noch abwarten, was den Kauf von Laserbrillen betrifft.

Chur. –  Während die Polizeikorps von Basel-Stadt und St. Gallen kürzlich ihre Einsatzkräfte mit Schutzbrillen gegen Laserattacken ausgestattet haben, sieht man bei der Bündner Kantonspolizei noch keinen Handlungsbedarf. Wie Thomas Hobi, Medienverantwortlicher der Kantonspolizei, gegenüber der «Südostschweiz» festhielt, ist es in Graubünden noch nicht zu solchen Attacken gegen Polizisten gekommen. Sollten sich inskünftig aber solche Fälle häufen, müsse man die Sachlage neu beurteilen, um die eigenen Mitarbeitenden gebührend zu schützen.

Rega und RhB schon betroffen

Anders sieht es bei der Rhätischen Bahn (RhB) aus: Erst im November musste bei Zuoz ein Zug gestoppt werden, weil ein Lokomotivführer von einem konzentrierten Laserstrahl geblendet wurde und zwischenzeitlich auf einem Auge nichts mehr sah. Auch bei der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) wurden Piloten von Lasern geblendet. Dort könnte eine Attacke bei Abflug oder Landung gar fatale Folgen haben.

Die RhB will die Schutzbrillen noch nicht testen, zeigt aber Interesse, sollten vermehrt Lokführer von Laserattacken betroffen sein. Die Rega beobachtet laufend den Markt und schaut, ob es Neuerungen gibt, möchte aber keine Details zu den aktuellen Vorkehrungen geben. (so)

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