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Bündner Fleischfirma immer stärker unter Druck

Schweizweite Empörung über die Carna Grischa AG in Landquart: Der Branchenverband ist «schockiert», Lieferanten gehen auf Distanz.

Südostschweiz
Dienstag, 25. November 2014, 07:30 Uhr
Das Gebäude der Carna Grischa AG in Landquart.

Zürich/Chur. – Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) verurteilte die der Carna Grischa AG vor­geworfenen Falschdeklarationen am Montag aufs Schärfste («suedostschweiz.ch» berichtete). Gleichzeitig stellen langjährige Lieferanten ihre Geschäftsbeziehungen zur Landquarter Firma ernsthaft infrage.

Untersuchungen von allen Seiten

Derweil hat die Staatsanwaltschaft Graubünden in Zusammenarbeit mit der Polizei Ermittlungen gegen die Carna Grischa aufgenommen. Das bestätigte Claudio Riedi, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Montag auf Anfrage. Auslöser sei eine anonyme Strafanzeige gewesen, die zu ­einem «Anfangsverdacht» Anlass ­gegeben habe.

Zur Erhebung von ­Daten zuhanden der Untersuchungs­behörden waren am Montagvormittag in Landquart zudem drei Angestellte des kantonalen Amtes für Lebensmittel­sicherheit und Tiergesundheit vor Ort, wie Amtsleiter Rolf Hanimann der «Südostschweiz» bestätigte.

Massnahmen beschlossen

Gleichzeitig hat die Carna Grischa in einer Medienmitteilung angekündigt, «unabhängige Experten mit einer umfassenden Klärung der Vorfälle zu beauftragen». Auf der Grundlage der entsprechenden Erkenntnisse würden Massnahmen beschlossen und öffentlich kommuniziert, schreibt Verwaltungsratspräsident Ettore Weilenmann im Namen der Carna Grischa.

Überdies habe der Verwaltungsrat als Sofortmassnahme entschieden, die Qualitätskontrolle zu verstärken, «um ähnliche Vorfälle mit Sicherheit ausschliessen zu können.» Die Firma betont denn auch, dass sie die von den Medien geschilderten Unregelmässig­keiten sehr bedauere. (dea)  

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