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Neue Tourismusorganisation im Kommen

Für die regionale Tourismusorganisation im Prättigau ist im nächsten Jahr ein Neustart geplant:

Klosterser
Zeitung
04.07.22 - 18:00 Uhr
Tourismus
Die Tourismusvermarktung im Prättigau soll neu aufgegleist werden.
Die Tourismusvermarktung im Prättigau soll neu aufgegleist werden.
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«Prättigau Marketing» soll als Abteilung der Region Prättigau/Davos ein Basis-Informationsangebot für Gäste sicherstellen und dafür sorgen, dass die Marke Prättigau präsent bleibt.

Dies im Auftrag aller zehn Gemeinden von Seewis bis Klosters und mit deutlich weniger Mitteln als heute bei Prättigau Tourismus. Über den von den Präsidentinnen und Präsidenten gut­geheissenen Vorschlag wird im Herbst in den Gemeinden entschieden.

Die 2007 gegründete regionale Marketingorganisation Prättigau Tourismus GmbH (PT) wird ihre Tätigkeit per Ende April 2023 einstellen, da nicht alle Gemeinden im Tal beteiligt sind und die weitere Finanzierung im bisherigen Umfang trotz sehr gutem Leistungsausweis ungewiss ist.

Das Institut für Tourismus und Freizeit der Fachhochschule Graubünden hat in den letzten Monaten zusammen mit den Gemeinden im Auftrag der Region die Grundlagen für eine Anschlusslösung ­erarbeitet. Diese sollen nun gemäss Beschluss der Prättigauer Gemeindepräsidentinnen und –präsidenten umgesetzt werden. Die neue Lösung nennt sich «Prättigau Marketing» und ist nicht mehr eine eigenständige Organisation wie PT, sondern eine Abteilung der Region Prättigau/Davos.

Touristische Marke Prättigau bleibt erhalten

«Prättigau Marketing» benötigt von den Gemeinden deutlich weniger Geld als PT, macht aber bei den Leistungen auch deutliche Abstriche. Ziel ist der Erhalt der touristischen Marke Prättigau mit Basis-Marketing und Online-Gästeinformation. Dafür wird als zentrales Element vor allem die eben erneuerte, umfang­reiche PT-Webseite praettigau.info übernommen und weiter gepflegt und betrieben. Auch für die Präsenz auf Social Media, den Veranstaltungskalender oder die Erreichbarkeit via Telefon oder Mail ist gesorgt. Weitergehende Leistungen können von Gemeinden oder auch Dritten mit zusätzlicher Finanzierung für Sachaufwand und Personal bestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Betrieb von Info-Stellen, Marketing-Kampagnen, Drucksachen, Angebots- und Produkteentwicklung, die Mitwirkung bei Anlässen oder die Präsenz an Messen. Auch eine Erweiterung des Auftrags für das nicht-touristische Standortmarketing (Wohnen und Arbeiten im Prättigau) ist denkbar.

Die Basis-Dienstleistung soll mit rund 120 Stellenprozenten erbracht werden, aufgeteilt auf Koordination und Assistenz. Finanziert werden soll der Grundbetrieb von «Prättigau Marketing» von den Gemeinden mit einem Beitrag von insgesamt 240 000 Franken pro Jahr.

Aktuell beträgt der Gemeindebeitrag für PT von den sieben beteiligten Gemeinden 420 000 Franken, bis 2019 waren es  500 000 Franken von acht Gemeinden (inklusive Schiers). Entsprechend werden die Gemeinden auch nicht mehr im bisherigen Umfang zur Kasse gebeten: der neue Kostenverteiler sieht Beiträge zwischen 10 000 und 38 500 Franken vor.

Neu mit Klosters und Küblis

Der Beitrag pro Gemeinde verringert sich auch, weil neu alle zehn Gemeinden im Tal bei «Prättigau Marketing» beteiligt sind. Klosters hat sich nämlich bereit erklärt, einen Beitrag beizusteuern, ebenso will Küblis dabei sein – beide Gemeinden gehören jedoch weiterhin auch zur Destination Davos Klosters. Und nach dem Austritt bei Prättigau Tourismus im Jahre 2020 wieder bei einer regionalen Tourismusorganisation einbezogen sein will auch Schiers. Diese Einigkeit im Prättigau ist aus Sicht der Präsidenten sehr wichtig und auch eine Voraussetzung, damit die Aufgabe «Prättigau Marketing» bei der Region überhaupt wahrgenommen werden kann.

Die Gemeinden entscheiden nun im Herbst, ob «Prättigau Marketing» ab 1. April 2023 den Betrieb aufnimmt. Eine entsprechende Leistungsvereinbarung wird in jeder Gemeinde zur Genehmigung vorgelegt, in der Regel sind die ­Gemeindeversammlungen für den Beschluss zuständig.

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