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Eine Jungfernfahrt im hohen Alter

Eine Jungfernfahrt im hohen Alter

Der letzte Triebwagen der Misoxerbahn wurde in den vergangenen Wochen restauriert. Nun hat er seine erste Fahrt auf dem Netz der Rhätischen Bahn unternommen.

Südostschweiz
vor 3 Monaten in
Tourismus
Ab ins Bahnmuseum: Der restaurierte Zeitzeuge der Misoxerbahn startet von Landquart nach Bergün.
PHILIPP BAER

Der letzte Triebwagen der Misoxerbahn hat am Mittwochnachmittag – begleitet von Gästen, Gönnern und Sponsoren – seine erste Fahrt auf dem Stammnetz der Rhätischen Bahn unternommen. Der in den vergangenen Wochen in der RhB-Hauptwerk­stätte in Landquart restaurierte Triebwagen trat damit seine Reise in sein neues «Zuhause» an, ins Bahnmuseum Albula in Bergün.

Rückblick: Unter dem Namen «BDe 4/4 491» war der Triebwagen ab dem Jahr 1958 für die RhB auf der Strecke Bellinzona–Mesocco im Einsatz gestanden. Bis 2003 befand er sich im Eigentum der Rhätischen Bahn. Danach verkehrte er zehn Jahre lang als Museumsbahn der Ferrovia Mesolcinese zwischen Bellinzona und Mesocco. Seither stand der Wagen im ehemaligen Zugdepot in Grono, ehe er dieses Jahr dem Bahnmuseum Albula zugesprochen wurde.

Das Spezielle: Die Misoxerbahn ist zwar ein Teil von Graubünden, ans Stammnetz der RhB war sie aber nie angeschlossen. «BDe 4/4 491» war also trotz seiner langen Geschichte bis Mittwoch also noch nie auf dem Stammnetz unterwegs. Wieder in Betrieb genommen wird der Triebwagen unter dem Namen «Grotto 491» im Bahn­museum Albula am 12. Juni – anlässlich des Unesco-Welterbetages. (red)

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