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In Graubünden werden bis zu 30 Prozent weniger Logiernächte erwartet

In Graubünden werden bis zu 30 Prozent weniger Logiernächte erwartet

Homeoffice-Pflicht, Freizeiteinschränkungen, Veranstaltungsverbot: Kommen die Touristen in den Sportferien trotzdem in die Berge?

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Tourismus
Sardona
Viele Hotelbetten dürften weiterhin leer bleiben.
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Die Sportferien stehen in vielen Regionen der Schweiz vor der Tür. Schneesportlager, wie wir sie kennen, gibt es in diesem Jahr coronabedingt zwar nicht, Skifahren ist aber auch in der aktuellen Corona-Situation erlaubt – zumindest bis Ende Februar dürfen die Skigebiete in Graubünden offenbleiben. Da stellt sich die Frage: Wie steht es um die Hotelbuchungen in Graubünden? Hat überhaupt jemand Lust auf Skiferien in den Bergen?

«Ja», sagt Ernst «Aschi» Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden, im Interview mit Radio Südostschweiz. «Allerdings gehen wir davon aus, dass zwischen Januar und Ende April etwa 30 Prozent weniger Logiernächte resultieren werden als noch im Vorjahr.» Grund: Die Verunsicherung ist zu gross. «Kann oder will ich mir eine Übernachtung in einem Hotel zumuten?» Das ist wohl eine der Fragen, die sich alle stellen, die aktuell ihre Ferien planen. Dies beeinflusse das Buchungsverhalten, so Wyrsch. «Die Situation ist nicht vergleichbar mit anderen Jahren. Alles ist noch einmal viel spontaner geworden.»

Mit Blick in die nahe Zukunft meint Wyrsch: «Wir wissen noch nicht, ob und wie es weitergeht mit der Wintersaison im März. Das merken wir ebenfalls an den Buchungen.» Diese Situation treffe besonders Destinationen, die viele ausländische Gäste hätten, wie Davos oder St.  Moritz. Auch städtische Destinationen wie Chur werden laut Wyrsch grosse Einbussen haben. 

Etwas Licht dank der Härtefallmassnahmen

Der Kanton Graubünden hat vor Kurzem die Härtefallmassnahmen angepasst, was einigen Hoteliers etwas Zuversicht gibt. Neu liegt ein Härtefall vor, wenn ein Unternehmen im Jahr 2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren einen Umsatzrückgang von über 40 Prozent erleidet. Laut Wyrsch dürften es in Graubünden zwischen 25 bis 30 Prozent der Hotelbetriebe sein, die wohl auf die neuen Härtefallmassnahmen des Kantons zurückgreifen müssen. (egt/sia)

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