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Vier Tage Opfergabe für die Festtage

Vier Tage Opfergabe für die Festtage

Die Bündner Gastronomie hofft stark auf eine Wiedereröffnung der Betriebe ab Weihnachten.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Tourismus
In Graubünden bleiben die Restaurants noch bis zum 22. Dezember geschlossen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Wegen der Verlängerung der Corona-Massnahmen bis am 22. Dezember bleiben auch Restaurants und Gastronomiebetriebe weiterhin geschlossen. Für den Präsidenten von Gastro Graubünden, Franz Sepp Caluori, kam die Verlängerung nicht überraschend, wie er gegenüber Radio Südostschweiz sagte. «Ich habe damit gerechnet. Besonders, als ich gehört habe, was für Kriterien der Bundesrat in die Vernehmlassung schickt. Es hat bei mir sofort geklingelt und ich habe Gespräche mit der Regierung und den Bergbahnen gesucht.» Zusammen sei dann der Entscheid getroffen worden.

Von den neuen Massnahmen verspricht sich die Gastrobranche vor allem ein gutes Weihnachtsgeschäft. «Viele Destinationen leben vom Abendservice. Wenn sie um 19 Uhr schliessen müssten, wäre das ein ziemlich grosser Schaden», so Caluori. Deshalb hätten sich die Verantwortlichen entschieden, die Gastrobetriebe lieber für weitere vier Tage zu schliessen, als das Weihnachtsgeschäft zu gefährden. 

Entschädigungen gefordert

Für den durch die Massnahmen verursachten Ausfall hat Gastro Graubünden aber auch klare Forderungen. «Selbstverständlich haben wir bei der Regierung gewisse Dinge gefordert. Generell wollen wir Entschädigungen», sagt Caluori und fügt an: «Der Bund hat den Härtefallfonds aufgestockt. So gibt es noch eine Reserve von 750 Millionen Franken für die ganze Schweiz.» Von diesem Kuchen wolle die Bündner Gastronomie auch ein Stück. Explizit spricht Caluori von À-fonds-perdu-Beiträgen.

Kein Sinneswandel

Nachdem die beschlossenen Massnahmen Anfang Dezember für Aufregung im Gastrobereich sorgten, findet nun eine Zusammenarbeit statt. Von einem Sinneswandel will Caluori aber nicht sprechen. «Noch immer wird grundlos gesagt, dass in der Gastronomie die meisten Ansteckungen passieren.» Hin und wieder müsse man halt zusammenspannen, um etwas zu erreichen. Und das Ziel sei klar: Ab Weihnachten sollen die Gastrobetriebe bis 23 Uhr öffnen können. (paa)

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