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Hotelplan Suisse mit schlechtestem Geschäftsjahr der Geschichte

Hotelplan Suisse hat wegen der Coronapandemie das schlechteste Geschäftsjahr seiner Geschichte erlebt. Im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 brach der Umsatz um 65 Prozent ein.

Agentur
sda
Dienstag, 10. November 2020, 10:53 Uhr Zürich
Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse, hat am Dienstag keine guten Neuigkeiten zu verkünden.
Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse, hat am Dienstag keine guten Neuigkeiten zu verkünden.
KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Das sagte Firmenchef Tim Bachmann am Dienstag vor den Medien. Absolute Zahlen nannte er keine. Ein Jahr zuvor hatte die Migros-Tochter noch einen Umsatz von 572,9 Millionen Franken gemacht. «Der Reisebranche wurde die Geschäftsgrundlage entzogen», sagte Bachmann. Die Zahl der Passagiere sei ebenfalls markant zurückgegangen.

Damit rutschte Hotelplan Suisse tief in die roten Zahlen. «Das Resultat war der grösste Verlust der Geschichte. Es sind mehrere Jahresgewinne, die da verloren gingen», sagte Bachmann. Dank der Unterstützung der Migros habe man sich die raschen Rückerstattungen an die Kunden für ausgefallene Ferien leisten können. Dazu habe man sich schwer beim Mutterkonzern verschuldet, sagte der abtretende Chef der Hotelplan Gruppe, Thomas Stirnimann, ohne Zahlen zu nennen.

Die Erholung dürfte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Im nächsten Geschäftsjahr rechne man mit der Hälfte des Umsatzes von 2019. 2022 dürfte das Minus noch 20 Prozent betragen. Eine vollständige Erholung werde etwa drei Jahre dauern.

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