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Ferienwohnungen sind heiss begehrt

Winter- und Weihnachtsferien in den Bündner Bergen – in normalen Jahren zieht diese Vorstellung viele Menschen aus dem In- und Ausland an. Wie die Prognose für den Corona-Winter aussieht, zeigen Gespräche mit Bündner Feriendestinationen.

Südostschweiz
Freitag, 23. Oktober 2020, 04:30 Uhr Winterferien in Corona-Zeiten
Wohnung
Ferienwohnungen, wie hier in Lenzerheide, sind in Graubünden nach wie vor beliebt

Im vergangenen Sommer haben viele Menschen aufgrund der Corona-Situation ihre Ferien in der Schweiz verbracht. Dieser Trend scheint sich hinsichtlich der Weihnachtsferien in den Bündner Feriendestinationen weiterzuziehen. Für Claudia Amez-Droz, Geschäftsführerin vom Reisebüro Monami in Klosters, ist das vor allem der Stammkundschaft zu verdanken. «Wir konnten uns in den letzten 26 Jahren eine Stammkundschaft aufbauen. Die Stammkunden möchten meist immer dieselbe Wohnung haben und buchen deshalb sehr früh. Dadurch haben schon früh viele Wohnungen besetzt», sagt Amez-Droz gegenüber Radio Südostschweiz.

Weniger ausländische Gäste

Bei den Ferienwohnungen auf der Lenzerheide und in Savognin ist der Tenor ähnlich. In der Zeit rund um Weihnachten und Neujahr seien die Ferienwohnungen immer gut gebucht. So auch im Corona-Jahr. Jakobina Guetg von Tourismus Savognin Bivio Albula stellt aber fest, dass in diesem Jahr vermehrt Schweizerinnen und Schweizer Ferienwohnungen buchen. «Es gibt ein paar Buchungen aus Deutschland, Holland oder Belgien. Die Nachfrage von ausländischen Gästen ist aber kleiner als in anderen Jahren. Es kommt immer die Frage, wie sie die Buchung allenfalls stornieren könnten», so Guetg.

Wenig kurzfristige Stornierungen

Die Corona-Situation verändert sich zurzeit von Woche zu Woche. Dass die Schweizer Gäste deshalb verunsichert sein und kurzerhand ihre Ferien stornieren könnten, macht sich Bruno Fläcklin, Tourismusdirektor Lenzerheide, keine Sorgen. «Bisher habe ich keine negativen Rückmeldungen aus der Hotellerie bekommen, dass es zunehmende Stornierungen gegeben hätte. Daher glaube ich, dass die Gäste sich freuen in die Berge zu kommen.» Mit der frischen Luft und den Möglichkeiten sich frei zu bewegen sei der Anreiz gegeben, meint er. «Ich schaue deshalb positiv in die Zukunft.»

Auch im Engadin ist festzustellen, dass die Menschen die frische Bergluft und den Platz in der Natur suchen. Gemäss Madelaine Papst von der Feriendestination Engadin Samnaun Val Müstair sei die Nachfrage nach Ferienwohnungen aber wesentlich grösser als jene nach Hotelzimmern. Ausserdem gehe man von eher kurzfristigen Buchungsanfragen aus, weil sich die Gäste erst ein Bild über die Entwicklung der Lage würden machen wollen. (hin)

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