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Schilt meldet eine Saison zum Vergessen

Kein einziger Skitag: Die Betreiber des Skilifts Schilt blicken auf ihre erste Nullrunde in 60 Jahren zurück.

Claudia
Kock Marti
Samstag, 26. September 2020, 04:30 Uhr Nullrunde für den Skilift
Hoffen auf den nächsten Winter: Vielleicht liegt dann wieder einmal genug Schnee für einen erfreulicheren Verlauf der Saison am Skilift Schilt.
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«Kurz gesagt, es war eine Saison zum Vergessen, ja sogar zum Abstreichen», lautet das Fazit im Jahresbericht der Skilift Schilt AG. Keinen einzigen Tag liefen in der vergangenen Wintersaison die Anlagen ob Mollis. Es gab keinen Saisonstart und keinen Saisonabschluss. Jedes Mal, wenn genügend Schnee gefallen war, folgte ein Wärmeeinbruch, der alles wieder auffrass.

Mit viel Umorganisieren konnten 100 Kinder und 20 Helfer in der Sportwoche nach Elm ausweichen. Und dank dem Entgegenkommen der Sportbahnen konnten auch die Saisonkartenbesitzer die Anlagen in Elm nutzen. «Den Schnee können wir nicht beeinflussen», steht im Geschäftsbericht weiter. Das Skigebiet zu erhalten, bleibe das grösste Ziel; ohne Schneekanonen, denn diese kann man sich nicht leisten.

Verlust hält sich in Grenzen

Erfreuliches hat im Bericht aber auch Platz: Im letzten Jahr wurden zum Beispiel ein Skidoo (Schneetöff) angeschafft und das Dach der Talstation Ranegglift erneuert. Auch waren wieder viele Freiwillige im Einsatz.

Finanziell hält sich der Verlust mit rund 13 000 Franken in Grenzen. Dies dank Einnahmen von rund 75 000 Franken durch Saisonkarten-Vorverkauf, Sponsoren, Kurzarbeitsunterstützung und der Zusammenarbeit mit Elm. Man sei also mit einem blauen Auge davongekommen.

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