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Das Campieren im Klöntal soll künftig einfacher werden

Die Verantwortlichen des Campingplatzes Vorauen drücken ihren Besuchern neu eine mehrsprachige Infobroschüre in die Hand.

Südostschweiz
Sonntag, 21. Juni 2020, 04:30 Uhr Gäste sollen länger bleiben
Eine neue Broschüre: Platzchef Röbi Gaus (von links), Platzwartin Simone Hasler Knecht und Initiator Ernst Schreiber zeigen sich zufrieden mit dem Endresultat.
PRESSEBILD

Bezieht ein Gast sein Zimmer in einem Hotel, findet er in der Regel alle Annehmlichkeiten im Handumdrehen. Zur Tür rein und ins Bad, wo die Toilette ist. Auch das Restaurant ist schnell gefunden, der Urlaub kann losgehen. Campingplätze sind weitläufiger, und so gestaltet sich die Situation für Camper deutlich komplexer. Da stellen sich zusätzliche Fragen wie: darf ich am offenen Feuer grillen? Wo kann ich mein Geschirr waschen, wo das Abwasser aus dem Wohnmobil entleeren und den Abfall korrekt entsorgen? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten?

Diese Fragen stellten sich den Gästen jeder nur erdenklichen Sprache, heisst es in einer Mitteilung des Campingplatzes Vorauen. Nicht nur in der Hochsaison eine Herausforderung für die Platzverantwortlichen. Vor diesem Hintergrund reifte laut Ernst Schreiber der Wunsch nach einer Informationsbroschüre für die Gäste. Er ist der Initiator der Broschüre.

Gäste sollen länger bleiben

Nebst campingplatzspezifischen Informationen entstand die Idee, den Gästen nicht nur das Klöntal, sondern den Kanton Glarus als Ganzes in kurzen Worten vorzustellen. Sprich, die Gäste etwas «gluschtig» machen und sie auf diesem Wege für einen längeren Verbleib im Kanton zu bewegen und zu begeistern. Entstanden ist eine 16-seitige Broschüre mit kurzen Beschrieben von 15 Wandervorschlägen, Sehenswürdigkeiten und einigen kulinarischen Köstlichkeiten, die der Kanton zu bieten hat.

Anspruch war, diese Broschüre in mehrere Sprachen zu übersetzen, sodass möglichst viele fremdsprachige Gäste sich in ihrer Muttersprache auf entspannte Weise ein vollkommeneres Bild der Ferienregion ihrer Wahl machen können.

In acht Sprachen übersetzt

Durch Crowdfunding der anderen Art liegt die Broschüre heute in acht Sprachen vor. Der grosse Dank gilt allen Übersetzern, die sich für das Projekt engagiert haben; nicht nur für das Vorauen, sondern allenfalls auch für den Tourismus im Kanton Glarus. Ohne Feier, aber nicht minder begeistert, wurden die Broschüren im Beisein von Platzchef Röbi Gaus und Ernst Schreiber der neuen Platzwartin Simone Hasler-Knecht und ihrem Team übergeben.

Die Verantwortlichen freuen sich, mit dieser Broschüre nicht nur die Abläufe zu vereinfachen, sondern den Gästen auf einfache Weise einen wirklichen Mehrwert bieten zu können. Broschüren der ebenfalls vom Camping Klub Glarnerland betriebenen Plätze Güntlenau und Gäsi sind in Planung. (eing)

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