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Neuer Verwaltungsrat steht und hat die Arbeit aufgenommen

Der vor zwei Wochen gewählte Verwaltungsrat der Engadin St. Moritz Tourismus AG (ESTM AG) hat an seiner Sitzung von gestern Donnerstag, 28. Mai, den früheren Repower-CEO Kurt Bobst zum Präsidenten bestimmt. Im Weiteren hat er festgelegt, wie er die Gespräche mit den Anspruchsgruppen zeitnah führen möchte.

Südostschweiz
Freitag, 29. Mai 2020, 16:02 Uhr Engadin St. Moritz Tourismus
Repower PK MK Geschäftsjahr 2017
Kurt Bobst ist der neue VR-Präsident der Engadin St. Moritz Tourismus AG.
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Der neue Verwaltungsrat der ESTM AG steht. Kurt Bobst wird Präsident, zum Vizepräsidenten wählte das Gremium Claudio Dietrich vom Waldhaus Sils, der dem Verwaltungsrat bereits angehört hatte. Neu Einsitz im Verwaltungsrat hat Fredi Gmür, ehemaliger CEO der Schweizer Jugendherbergen. Als sein übergeordnetes Ziel definierte Gmür «die Versachlichung der Diskussion und die Gewährleistung einer vertrauensbasierten, effizienten und zielorientierten Zusammenarbeit».

Vorerst kein CEO

Die Funktion des CEOs wird vorerst nicht neu besetzt, wie die ESTM AG in einer Mitteilung schreibt. «Wir wollen zuerst schauen, wie die unternehmerische Positionierung der ESTM aussieht, was in den nächsten Monaten passieren wird und erst, wenn klar ist, wohin diese Reise genau führt und welche Aufgaben anstehen, werden wir den CEO setzen», begründete Kurt Bobst diesen Entscheid.

Das operative Geschäft obliegt der Geschäftsleitung, welcher dem neuen Verwaltungsrat das Vertrauen vollumfänglich ausspricht. «Das Team von Engadin St. Moritz Tourismus hat alle Massnahmen ergriffen und Voraussetzungen geschaffen, um die schwierige Situation als Folge der Pandemie-Krise bestens zu meistern», wird Bobst in der Mitteilung zitiert.

Offene Diskussionen am «Runden Tisch»

Um die ESTM AG strategisch wieder auf Kurs zu bringen, will der Verwaltungsrat die Gemeinden und die Leistungsträger mittels «Runder Tischen» einbeziehen. «Wir werden transparente Gespräche mit den Aktionären, also den Gemeinden und Leistungsträgern, suchen und dann gemeinsam ausarbeiten und abstimmen, wie wir weiter vorgehen möchten», sagt Bobst gegenüber RSO. So versuchten sie Ruhe in die Diskussion zu bringen und diese so sachlich, wie möglich zu führen. Fehler machen könne man immer. «Die Frage ist, wie man danach mit ihnen umgeht. Ich glaube, das gegenseitige Vertrauen, das notwendig ist, funktioniert nur indem man miteinander transparente und offene Diskussionen führt. Das werden wir versuchen zu tun», so Brobst.

So soll die Basis gelegt werden, um im Anschluss anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung über das weitere Vorgehen zu beschliessen und den Verwaltungsrat bedürfnisgerecht zu ergänzen. (hin)

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