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Gian und Giachen sind bald zurück

Wie es zur Zeit aussieht, werden Herr und Frau Schweizer die Sommerferien im eigenen Land verbringen. Der Konkurrenzkampf zwischen den Destinationen dürfte darum gross werden. Graubünden Ferien will die Schweizer Gäste mit einer neuen Werbekampagne mit den Kultsteinböcken Gian und Giachen anlocken.

Andrina
Brodbeck
Donnerstag, 14. Mai 2020, 04:30 Uhr Kampf um Schweizer Feriengäste
Graubünden Ferien wirbt mit neuer Werbekampagne um inländische Gäste.
SCREENSHOT/YOUTUBE

Die Corona-Krise hat bereits so einige Pläne durchkreuzt und wie es aussieht, wird sie es auch weiterhin tun. So mussten schon viele Personen ihren Sommerurlaub in Übersee stornieren. Ob Ferien zumindest innerhalb von Europa möglich sind, weiss zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand und auch ob internationale Gäste in die Schweiz kommen können, ist unklar.

Es zeichnet sich also langsam ab, dass die Schweizer die Sommerferien im Inland verbringen werden. Für die Feriendestinationen innerhalb der Schweiz bedeutet das ein härterer Konkurrenzkampf um die Landsleute. Auch Graubünden Ferien geht davon aus, dass die Schweizer Ferien im Inland machen werden, wie Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien, sagt. Aus diesem Grund und weil die potenziellen Feriengäste langsam anfangen zu planen, startet Graubünden Ferien Ende Mai eine neue Werbekampagne mit den berühmten Steinböcken Gian und Giachen.

Naturverbunden und aktiv

Laut Vincenz ist das Ziel der Werbekampagne, Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu zeigen, dass Graubünden der richtige Ort fürs Ferienmachen ist. «Die Wörter ‹naturverbunden› und ‹aktiv› sind die Schlüsselwörter», verrät Vincenz, denn nach der Zeit im Homeoffice wolle man raus. Mit der Werbekampagne sollen ausserdem bestehende Gäste wieder- sowie neue Gäste gewonnen werden.

Bekanntlich schläft die Konkurrenz nie und dass andere Ferienregionen ebenfalls versuchen, Gäste aus dem Inland zu gewinnen, liegt auf der Hand. «Bisher haben erst einzelne Regionen Werbekampagnen gestartet und deshalb glaube ich, dass wir mit dem Startdatum vom 27. Mai rechtzeitig sind», sagt Vincenz. Der Konkurrenzkampf mache sich in Form eines Marketingrennens spürbar.

Keine Rabatte, aber viel Werbung

Anders als einige Ferienregionen lockt Graubünden Ferien die Gäste nicht mit Rabatten an, sondern mit viel Werbung. «Mit Rabatten zu locken, wäre der falsche Weg. Wegen den Schutzmassnahmen werden wir im Sommer bereits Einbussen haben», sagt Vincenz. Denn um die Abstandsregeln einzuhalten, könnten beispielsweise weniger Gäste gleichzeitig in den Bergrestaurants bedient oder mit den Bergbahnen transportiert werden. «Wenn man mit den Preisen runter geht und noch weniger Einnahmen hätte, wäre das fatal», so Vincenz. Deshalb setzt Graubünden Ferien auf die Werbung. «Wir werden viel Werbung machen. Mehr als üblich», betont Vincenz.

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