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Arosa lockt zukünftige Touristen an

Mit der Gutscheinaktion «buy now, use later» hat Arosa Tourismus zusammen mit der Gemeinde Arosa innerhalb von sechs Tagen eine Million Schweizer Franken eingenommen. Nun folgt eine zweite Ausgabe der Kampagne in einer etwas anderen Form.

Südostschweiz
Montag, 11. Mai 2020, 04:30 Uhr Mit Gutscheinen
Es wurden bereits Gutscheine im Wert von einer Million Franken verkauft.
SO/AROSA TOURISMUS

Am 23. April lancierte Arosa Tourismus gemeinsam mit der Gemeinde Arosa die Gutschein Kampagne «buy now, use later», übersetzt: kaufe jetzt, nutze später. Damit sollen Gäste für die Zeit nach dem Lockdown gewonnen werden. Die Gutscheinkäufe wurden mit einem «gemeinsam-stärker» Bonus von zehn Prozent belohnt. Die Aktion schlug so hohe Wellen, dass bereits nach einer Woche das gesamte Kontingent von einer Million Schweizer Franken verkauft wurde, wie Arosa Tourismus am 30. April mitteilte. «Nie hätten wir uns Träumen lassen, dass die Gutscheine im Wert von einer Million in weniger als einer Woche verkauft sind. Unglaublich und wunderbar, dass wir so viele treue Gäste und Fans haben. Das beeindruckt uns», sagt Pascal Jenny von Arosa Tourismus gegenüber «suedostschweiz.ch». Die Gemeinde investierte mit dieser Aktion das maximale Kostendach von 100‘000 Franken als zusätzlichen Bonus.

Phase zwei setzt auf Persönlichkeit

Eine Woche später, am 5. Mai, lancierte Arosa eine zweite Phase. Da der finanzielle «Gemeinde Booster» der ersten Phase ausgeschöpft ist, liegt der Fokus nun auf unkäuflichen, persönlichen und emotionalen Bonus-Angeboten. Dies in Form von Arosa Erlebnissen, die an das Gutschein-Kaufvolumen gebunden sind.

Wer Gutscheine im Wert von mindestens 1000 Franken kauft, kann aus vier Erlebnisoptionen auswählen, teilt Arosa Tourismus mit. Sei es eine Backstage-Führung mit den Initianten und treibenden Kräften vom Arosa Bärenland, eine spannende Einführung in den Wald rund um Arosa, die exklusive Seilpark Nutzung in der Nacht oder eine aussichtsreiche Wanderung zum Schwellisee mit dem Gemeindepräsidenten oder Tourismusdirektoren inklusive Geschichten zur Entstehung von Arosa. Die Vielfalt soll begeistern, Arosa von einer sehr persönlichen Seite zeigen und das enge Verhältnis zwischen Arosa und seinen Gästen weiter stärken.

Durch die Gutscheinkampagne soll den Geschäften in Arosa die Coronakrise etwas erleichtert werden. Werden die Gutscheine eingelöst, können die Geschäfte den entsprechenden Gutscheinbetrag einfordern. Solche Gutscheine seien seit über 30 Jahren im Sortiment, erklärt Pascal Jenny von Arosa Tourismus.

Fälschungen verhindern

Eingelöst werden, können die Gutscheine in allen Betrieben und Einrichtungen der Gemeinde Arosa. Dazu gehören neben Hotels, Restaurants und Bergbahnen auch Coiffeure und alle Handels- und Gewerbebetriebe. Das Einsatzgebiet ist also gross und somit könnte auch ein Risiko durch Fälschungen bestehen. Um das zu verhindern sei erstens jeder Gutschein mit einer einmaligen Nummer versehen und zweitens müsse ein Stempel sowie eine Unterschrift von Arosa Tourismus vorhanden sein, heisst es in einer Mitteilung von Arosa Tourismus. «Kopierte Gutscheine oder doppelte Nummern werden nicht angenommen.» Ausserdem werde Name und Unterschrift des Gastes verlangt, um allenfalls auf die Person zurück kommen zu können.

Mit der Aktion könne der Ausfall zwar nicht gedeckt werden, aber es brauche möglichst viele kreative Lösungen, um für den Tourismus in Graubünden und in Arosa auch künftig Wertschöpfung zu generieren. (hin)

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