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Auf in die zweite Runde

Der Entwurf zur Statutenänderung der ESTM AG ist überarbeitet worden, der Mitwirkungsprozess geht weiter.

Fadrina
Hofmann
Donnerstag, 27. Februar 2020, 04:30 Uhr Engadin St. Moritz Tourismus AG
Muottas Muragl Engadin Oberengadin See
Blick von Muottas Muragl auf das Oberengadin mit St. Moritz (rechts) und die Seen Silsersee, Silvaplanersee, St. Moritzersee (von hinten nach vorne). Fotografiert am 13.6.19. Bild Olivia Item
OLIVIA ITEM

Im Auftrag der Präsidentenkonferenz der Region Maloja hat eine fünfköpfige Arbeitsgruppe einen Vorschlag für eine Statutenänderung und Strukturanpassungen innerhalb der Engadin St. Moritz Tourismus AG (ESTM AG) erarbeitet. Bis am Dienstag konnten die Aktionäre und Leistungsträger Stellung dazu nehmen. Inzwischen hat sich die Arbeitsgruppe erneut getroffen und die Eingaben aus der Vernehmlassung bei den Gemeinden und den Leistungsträgern in Sachen ESTM AG im Detail beurteilt.

Laut Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St. Moritz und Mitglied der Arbeitsgruppe, zeigen die Rückmeldungen, dass die Gemeinden und die Leistungsträger mehr Zeit für den Umwandlungsprozess fordern. Die Frage, ob oder wie das Thema Vorschlagsrecht der Interessensgruppen (Bergbahnen, Hotellerie etc.) angegangen werden soll, sei ebenfalls umstritten. «Ein grosser Teil möchte aber eine Änderung», hält Jenny fest.

Ein Vorschlagsrecht für alle

Laut einer Medienmitteilung hat die Arbeitsgruppe die gesammelten Erkenntnisse in einen überarbeiteten Entwurf für den Artikel 14 der Statuten einfliessen lassen. Darin geht es um die Wahl und Zusammensetzung des Verwaltungsrats. Der Entwurf umfasst verschiedene Anpassungen. So wird auf die Auflistung einzelner Kompetenzen für den Verwaltungsrat verzichtet. Die sogenannten Profile sollen in separaten Pflichtenheften geregelt werden. Weiter soll der Präsident des Verwaltungsrates durch die Generalversammlung gewählt werden. Und: Das bisher eingeschränkte Vorschlagsrecht soll neu «umfassend» gestaltet werden. «Das Vorschlagsrecht soll für alle geöffnet werden», erklärt Jenny.

Der Statutenentwurf wurde zuhanden der öffentlichen Mitwirkungsauflage verabschiedet, die bis zum 10. März dauert. Ab dem 15. März soll mit der Suche nach Verwaltungsräten gestartet werden, an der Generalversammlung im April sollen drei bis fünf Verwaltungsratsmitglieder gewählt werden, welche sich prioritär mit der Stabilisierung des Betriebs, der Rekrutierung eines CEOs sowie der Weiterentwicklung des Verwaltungsratskollegiums befassen sollen.

Die Entwürfe zur längerfristigen Entwicklung der ESTM AG sollen mit dem neuen Verwaltungsrat, den Leistungsträgern und dem Aktionariat bearbeitet werden. (fh)

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