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Hotellerie macht weiter Boden gut

Die Bündner Hoteliers haben den Aufwärtstrend im September fortsetzen können. Im vergangenen September haben vor allem deutlich mehr Gäste aus Deutschland in Bündner Hotelbetten übernachtet.

Stefan
Schmid
Dienstag, 05. November 2019, 04:30 Uhr Bündner Logiernächte
Sardona
Blick in ein Hotelzimmer.
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Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Logiernächte deutscher Besucher um 5,7 Prozent auf 70 556. Dies geht aus den gestern veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik hervor. Dagegen resultierte bei den Schweizer Gästen für einmal ein Minus von 1,5 Prozent auf 268 051 Übernachtungen. Rückläufig waren unter anderem auch die Gästezahlen auf Italien, Frankreich und Österreich. Unter dem Strich resultierte für die Bündner Hotellerie im September gleichwohl ein leichtes Plus von 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Zulegen konnten vor allem die Destinationen im Engadin sowie Flims Laax, während Lenzerheide und Arosa zu den Verlierern zählten (siehe Tabelle).

GRAFIK SÜDOSTSCHWEIZ

Vor allem mehr Schweizer

Mit den Septemberzahlen kann der Bündner Tourismus seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Seit Anfang Jahr (Januar–September) liegt die Hotellerie im Vorjahresvergleich um zwei Prozent im Plus – und sogar sieben Prozent über dem 5-Jahres-Schnitt. Wobei das Wachstum 2019 überwiegend auf die steigende Zahl einheimischer Gäste zurückzuführen ist: Schweizer Gäste sorgten für knapp 2,6 Millionen Übernachtungen (+2,6 Prozent). Ebenfalls ein deutliches Plus resultierte bei den Gästen aus den USA (+8,5 Prozent) und aus China (+10,9 Prozent), wobei hier die Übernachtungsvolumen deutlich geringer sind.

Auch in der kommenden Wintersaison dürfte es weiter aufwärtsgehen: Die Ökonomen der KOF erwarten für die Bündner Hotellerie ein Logiernächte-Plus von 3,2 Prozent (Ausgabe vom Mittwoch). Trotz dieser positiven Entwicklung herrscht in der Branche keine Euphorie. Denn von früheren Spitzenjahren ist der Bündner Tourismus weit entfernt: So verzeichneten die Hoteliers von Januar bis September 2008 – also bevor mit der Finanz- und Eurokrise die Talfahrt einsetzte – noch 5,24 Millionen Logiernächte. Zum Vergleich: Dieses Jahr waren es rund 900 000 Übernachtungen weniger.

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