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Ein Tisch geht auf Reisen – erster Stopp Chur

Graubünden Viva zelebriert das Fest der Sinne: Die Tavolata auf dem Churer Arcas zeigt, dass sich Einheimische durchaus für Einheimisches interessieren.

Pierina
Hassler
Montag, 13. Mai 2019, 04:30 Uhr Graubünden Viva
Graubünden geniessen: An der Frühlings-Tavolata von Graubünden Viva wird auf dem Arcas gemeinsam geschlemmt, musiziert und aufgetischt.
PHILIPP BÄR

Räga Räga Tröpfli … auch das wenig frühlingshafte Wetter kann die Freude an Genuss und Kulinarik an diesem Samstag nicht trüben. Graubünden Viva lud nämlich auf dem Churer Arcas zur Tavolata, und ganz viele sind gekommen. «Ich liebe Spargeln in allen Variationen», sagt Maria Müller aus Zizers. «Aber ich kaufe sie nur dann, wenn es Churer Spargeln gibt.» Zwischen ihr und einer Kollegin entsteht ein kurzer Disput um regional, lokal und teuer. Die Damen setzen sich an einen der langen Tische und geniessen ihre Spargelcremesuppe. Es gibt auch Spargeleintopf, Poulet mit Spargeln – gekocht von den Köchen der Restaurants «Metzgertor», «Zunfthaus zur Rebleuten» und «Arcas».

Philipp Bühler ist Gesamtprojektleiter bei Graubünden Viva. «Wenn es uns gelingt, die Leute gegenüber unseren Bündner Produkten und unseren Bündner Produzenten zu sensibilisieren, ist das Fest der Sinne ein Erfolg.» Graubünden habe in Sachen kulinarisches Erbe und regionaler Gastronomie ein überdurchschnittliches Potenzial, so Bühler. «Diesen Reichtum wollen wir innerhalb und ausserhalb des Kantons noch bekannter machen.»

100 Prozent Graubünden

Die Spargel ist zwar ganz klar die Königin auf dem Arcas. Aber Graubünden Viva zeigt den ganzen Facettenreichtum der Bündner Genusswelt auf. An den Ständen werden unter anderem Löwenzahnblütensirup, Gran-Alpin-Rollgerste, Bio-Johannisbeer-Gelée, Nusstorte und Totenbeinli angeboten. Der Arcas gehört an diesem Tag den Bündner Produzenten und ihren Bündner Produkten. «Wir geben den Produzenten eine Bühne», so Bühler.

«Die Platten sind aus Bündner Fichte und die Beine aus Bündner Ahorn.»

Gegessen wird übrigens an Bündner Tischen. Ganz besondere Bünd-ner Tische: «Die von Graubünden Viva eigens in Auftrag gegebenen Tische sind durch und durch bündnerisch», sagt Bühler. Der Designer Ueli Frischknecht habe die Tische gezeichnet, Graubünden Holz und lokale Schreinereien hätten die Tische hergestellt. «Die Platten sind aus Bündner Fichte und die Beine aus Bündner Ahorn», erklärt Bühler. «Graubünden Viva ist ein Standortförderungsprojekt, deshalb haben wir die Aufträge für Tische, Bänke und Stände in ganz Graubünden verteilt.»

Maluns und Capuns

Tische, Bänke und Stände spielen nicht nur an diesem Samstag in Chur eine grosse Rolle, bei Bedarf werden sie auch bei anderen Veranstaltungen von Graubünden Viva eingesetzt. Beispielsweise im Juli in der Surselva, im August in der Region Viamala und nächstes Jahr im Puschlav, Münstertal und im Engadin. «Unsere Tische gehen also auf Reisen», sagt Bühler.

Apropos Kulinarik und Genuss: CVP-Regierungsrat Marcus Caduff, der Churer FDP-Stadtpräsident Urs Marti und Bühler sprechen auf dem Arcas mit Radio-Südostschweiz-Moderatorin Adrienne Krättli über diese Themen. Auf die Frage Krättlis, was denn für ihn Genuss sei, antwortet Caduff: Geniessen könne man auf ganz verschiedene Arten. «Für mich ist die Natur ein Genuss.» Aber um beim Essen zu bleiben, seien Maluns seine Lieblingsspeise. Für Marti ist es die «Bündner Trilogie» im Churer Hotel «Stern». «Maluns, Capuns und Pizzoccheri», erklärt er. Und Graubünden-Viva- Gesamtprojektleiter Bühler wünscht sich beim Thema Genuss «ein höheres Bewusstsein, um zu merken, dass wir eine Vielfalt an wunderbaren Produkten haben».

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