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Parc Ela steht vor existentiellen Monaten

Die kommenden zwei Jahre werden für den Parc Ela von entscheidender Bedeutung. So muss die längerfristige Finanzierung geklärt und sogar das Weiterbestehen des Parks geklärt werden.

Südostschweiz
Freitag, 29. März 2019, 09:27 Uhr Finanzierung und Label
An der 14. Mitgliederversammlung des Vereins Parc Ela wurde viel über die Zukunft geredet.
PRESSEBILD

Der Verein Parc Ela hat in den kommenden Monaten und Jahren Vieles und Grosses vor. In den Jahren 2019/20 werden die Verantwortlichen im Park auf das Thema Musik setzen, dazu muss die längerfristige Finanzierung für die Jahre 2020 bis 2024 geklärt werden und dazu geht es in naher Zukunft ganz grundsätzlich um das Weiterbestehen des Parks als «regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung». All das war Thema an der 14. Mitgliederversammlung des Parc Ela diese Woche in Alvaschein.

Nachdem das Jahr 2018 im Parc Ela mit «Tera Culinarica» ganz im Zeichen der Kulinarik stand, liegt der Schwerpunkt in den kommenden Monaten mit «Musica Parc Ela» im musikalischen Bereich. Der Höhepunkt des über zwei Jahre angelegten Grossprojekts wird im Juni 2020 mit dem Parc-Ela-Musikfest steigen, wie es in einer Mitteilung des Parks heisst. Daneben sind aber auch mehrere weiter Grossprojekte in der Planung: die Inszenierungen Landwasserviadukt und Segantini in Savognin etwa. Zudem soll eine Logistik-, Verarbeitungs- und Vermarktungsorganisation für regionale Produkte aufgebaut werden.

Bereits seit letztem Jahr in Arbeit ist das Projekt Parc-Ela-Trek. Eine Mehrtageswanderroute mit 19 Etappen, die rund um den Parc Ela durch unberührte Berglandschaften führen und eine Bündner Alternative zu Trekking-Touren etwa in Kanada oder Neuseeland bieten soll, die nur mit aufwändigen und langen Flugreisen erreichbar sind. Aktuell sei man daran, die noch fehlenden Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten zu planen und aufbauen.

Vier grundsätzliche Schwerpunkte

Bereits Anfang Jahr haben die Verantwortlichen das Finanzhilfegesuch für die Jahre 2020 bis 2024 beim Kanton Graubünden eingereicht, der dieses zur Prüfung an den Bund weiterleiten wird. Im Herbst werde man erfahren, mit welchen Ressourcen man die kommenden fünf Jahre planen könne, heisst es. Die Verantwortlichen rechnen mit mehr Bundesmitteln als zuletzt, weil gerade zwei Nationalparkprojekte in der Schweiz abgelehnt worden waren.

Für das Gesuch haben die Parkverantwortlichen mit allen Partnern und Gemeinden die bisherigen Projekte analysiert und neue Ideen und Massnahmen diskutiert und schliesslich vier Schwerpunkte definiert: Verarbeitungskette, Natur und Landschaft, Bildung sowie Kultur. Man wolle die bisherigen Projekte, zum Teil mit leichten Anpassungen, weiterführen aber auch neue Themen aufgreifen. So soll etwas ein Förderprojekt für Insekten oder die Aufwertung von Still- und Kleingewässern in den Fokus rücken.

Zudem ist eine Kulturfachstelle angedacht, die soziale Innovationen und das Sozialkapital in der Region fördern soll. «Der Baum Parc Ela verspricht grosse Früchte zu tragen, vergessen wir aber nicht, ihn gut zu verwurzeln. Und dabei spielen Initiativen von Einwohnerinnen und Einwohnern, Zweitheimischen, Vereinen und Freiwilligen eine entscheidende Rolle», meinte dazu Paolo Giacometti, Präsident des Vereins Parc Ela.

Gemeinden müssen über Zukunft des Parks entscheiden

Der Parc Ela trägt das Label «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung». Dieses läuft aber im Jahr 2021 aus und muss neu beantragt werden. Als Grundlage für das Gesucht wird der Parc Ela dieses Jahr seine bisherigen Tätigkeiten und Wirkungen evaluieren, damit die die Parkgemeinden im Herbst 2020 darüber abstimmen können, ob sie weiterhin Park bleiben wollen. Daniel Albertin, Gemeindepräsident von Albula/Alvra ist überzeugt, dass die Region mit dem Parc Ela auf dem richtigen Weg ist. «Der Parc Ela lebt», sagte er zu Beginn der Veranstaltung. «Wir sind stolz auf das bisher Erreichte und sollten uns für den Park einsetzen.» 

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SO berichtet, die Finanzierung, gar das " Weiterbestehen des Parks Ela als «regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» stehe in Frage.
Deshalb setze man in den nächsten Jahren auf "Musik, nachdem man vorher auf "Kulinarik" setzte (während "Logistik-, Verarbeitungs- und Vermarktungsorganisation für regionale Produkte aufgebaut werden soll" offenbar Dauer-Thema sein soll.
Komisch, dass nun sogar der Parc Ela, von dem ich endlich Besseres erwartet hätte, auch nur wieder "Musikhotel Glarus", "Rambazamba-Bolgenplaza", "Oktoberfest Chur", Openairs in der Natur statt an der Autobahn oder Industriezone" anbietet, grob gesagt.
"Kulinarik" wie Buskers, Streetfood, Fressalien wo man hinschaut - statt meinen Gesundheitstourismus auch für Einheimische ?
Immerhin rcchnen "die Verantwortlichen mit mehr Bundesmitteln als zuletzt, weil gerade zwei Nationalparkprojekte in der Schweiz abgelehnt worden waren".
Mein Fazit:
Entweder werden Naturparks abgeleht, oder sie bieten das an, das ich als Konterkarierung als kontraindiziert betrachte.
Diese Leute scheinen sich dielängste Zeit, ähnlich GRF, die Köpfe zu zerbrechen, und der Output ist dann, siehe oben. Stattdessen könnten sie meine Kommentare realisieren.
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