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Viele, aber nicht alle profitieren vom «Snow Deal»

In dieser Saison hat man in Oberengadiner Skigebieten erstmals seine Skipässe gemäss dem neuen dynamischen Preismodell «Snow Deal» kaufen können. Jetzt ziehen die Verantwortlichen Bilanz.

Südostschweiz
Mittwoch, 30. Januar 2019, 16:00 Uhr Zwischenbilanz
Diavolezza Bahn
Die Zwischenbilanz des «Snow Deal» im Oberengadin fällt positiv aus.
ARCHIV/ROLF CANAL

«Wir sind positiv überrascht, wenn man bedenkt, dass über die Hälfte aller Gäste, welche Mehrtageskarten gekauft haben, vom «Snow Deal» profitieren konnten», sagt Markus Meili, Geschäftsführer von Engadin St. Moritz Mountains. Wenn man es über die gesamte «Snow Deal»-Palette betrachte – Tageskarten, Nachmittagskarten, Mehrtageskarten usw. – so habe doch jeder dritte Gast vom Frühbucherrabatt profitieren können.

Auch Thomas Rechberger, Projektleiter von «Snow Deal», zeigt sich zufrieden. Das Ziel sei gewesen, dass die Leute früher, länger und mehr Skitage buchen. Das sei so eingetreten. Vom «Snow Deal» hätten vor allem diejenigen profitiert, die ihre Skipässe im Vorfeld gekauft hätten, besonders Familien. Denn diese würden meist schon lange im Voraus wissen, wann Ferienzeiten seien.

Die Leute, die sich spontan dazu entscheiden, im Oberengadin Ski zu fahren, bezahlen folglich den deutlich höheren Preis, da sie nicht von Frühbucherrabatten profitieren. Aber man habe es immer so halten können, dass die Leute, die profitieren konnten, günstiger gefahren seien als noch im Vorjahr, so Meili.

Kein wetterabhängiges Modell

Dass schlechtes Wetter oder teilweise geschlossene Lifte die Preise für die Skipässe nicht nach unten drückt, haben einige in diesem Winter festgestellt. Denn das dynamische Preismodell im Oberengadin richtet sich nach der Nachfrage und ist kein wetterabhängiges Angebot, wie Meili sagt.

Man habe neben dem Skifahren auch viele andere Möglichkeiten, so Rechberger. Das bedeute, es sei immer ein Angebot da, auch wenn es mal winde oder schneie und vielleicht nicht alle Sesselbahnen in Betrieb seien. «Wir haben ganz bewusst kein wetterabhängiges Preismodell gewählt. Unser Modell geht auf die Nachfrage und belohnt jene, die früh buchen.» Meili sieht das ähnlich: «Wir massen uns nicht an, zu bestimmen, ob es schönes oder schlechtes Wetter ist».

Das Projekt «Snow Deal» wird weitergeführt

Den «Snow Deal» wird es auch im nächsten Jahr geben. Es werden aber gewisse Anpassungen gemacht. Gerhard Walther, CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz, ist der Meinung, dass das Konzept «Snow Deal» im Grossen und Ganzen passt. Im Detail würden noch Sachen optimiert werden können, beispielsweise bei der Technik. Das bedeute, es werde versucht, das Ganze noch nutzerfreundlicher und einfacher zu gestalten. «Wir haben vielleicht auch noch Optimierungsmöglichkeiten bei der Auswahl der Tickets», so Walther. Das bedeutet, dass man versuchen werde, noch mehr Flexibilität hineinzubringen.

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St. Moritz 30 Jahre Wenig in bahnen ivestiert. Nun nochmals arbeitnehmer die oft nur am wochenende kommen abkassieren. Nur weiter so dort oben. Wenig leistung viel kassieren. Habe genug gehe nicht mehr. Und nur mit Bonzen könnt ihr die Fixkosten nicht finanzieren dazu braucht es auch eine gewisse Menge.