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Napas Mitbewohner sind auf dem Weg

Die beiden Braunbären, die Napa im Aroser Bärenland Gesellschaft leisten sollen, haben am Dienstag von Albanien aus ihre Reise angetreten. Die Ankunft in Arosa wird am Freitag erwartet.

Südostschweiz
Dienstag, 29. Januar 2019, 18:29 Uhr Zuwachs im Arosa Bärenland

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Napa im Aroser Bärenland «Gspönli» bekommt. Es handelt sich dabei um zwei Braunbären, die seit 13 Jahren in der Nähe eines Restaurants in Albanien leben. Jetzt werden sie nach Arosa gebracht.

Der Transport ist am Dienstagnachmittag in Albanien gestartet, wie Marc Gisler, Mitverantwortlicher für den Bärentransport, erzählt. Im Moment befinden sie sich in einer Transportkiste. Einer im Zugfahrzeug vorne und einer im Anhänger hinten.

Eine lange Reise bis Arosa

Bis nach Arosa ist es eine weite Strecke. Insgesamt müssen die beiden Bären vier Landesgrenzen passieren. «Die nächste Grenze ist Mazedonien, diese wollen wir am Dienstag noch überqueren und dann bis nach Griechenland an die Grenze», sagt Gisler. Am Mittwoch gehe es von Griechenland weiter mit der Fähre in Richtung Italien. Die Streckenabschnitte seien so geplant, dass wenn es zu Verzögerungen kommen sollte, die Zeit wieder aufholbar sei.

Laut Gisler wäre ein längerer Aufenthalt in der Transportbox für die Bären kein Problem. Selbst wenn es Verzögerungen gäbe. Denn für Trinken und Futter sei gesorgt und die Tiere seien – nachdem sie verladen wurden – jetzt quietschfidel.

Damit die Bären während der Reise möglichst entspannt sind, ist ihre Umgebung leicht verdunkelt worden, wie Gisler erklärt. Das habe er sich vom Tierarzt und vom Transporteur sagen lassen. Trotzdem werde alle zwei Stunden angehalten, die Tiere kontrolliert und gefüttert.

«Ich denke, wir werden Freitag gegen Mittag in Arosa eintreffen», schätzt Gisler.

Ein Restaurant- und Bärenbesitzer wandte sich an die Tierschutzorganisation vier Pfoten mit dem Wunsch, die beiden 13-jährigen Braunbären (ein Weibchen und ein Männchen) abzugeben, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Obwohl die Kinder der Besitzerfamilie mit den beiden kleinen Bären – die von der Familie aus den Fängen von Wilderern gerettet werden konnten – aufgewachsen seien, sei es immer der Wunsch gewesen, den Bären mehr Raum und Platz zu ermöglichen. Vor Ort im kleinen Zoo neben dem Restaurant, das in der felsigen Landschaft und direkt an einem Fluss liegt, war das nicht möglich. Im Arosa Bärenland erwartet die beiden gut genährten und gesunden Bären jetzt eine um ein Vielfaches grössere Anlage, wie es weiter heisst.

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