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Fähre über die Linth kann frühestens 2020 einwassern

Eine Fähre über die Linth soll eine Lücke im Obersee-Rundweg schliessen. Ursprünglich wollten die Initianten schon diesen Sommer loslegen. Nun verzögert sich das Projekt aber mindestens ein Jahr.

Linth-Zeitung
Montag, 07. Januar 2019, 04:30 Uhr Projekt verzögert sich
Aktuell noch weiter weg als der Frühling: Als Ergänzung zum Obersee-Rundweg soll eine Fähre die Linth bei Schmerikon überqueren – neu frühestens 2020.
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Eine Fähre im Namen der regionalen Identität» – so preisen die Initianten vom Verein «RI – bidäbii» ihr Projekt einer Fähre über die Linth. Die Idee ist es, mit der Fähre in den Sommermonaten die St. Gallen und Schwyz in der Linthebene zu verbinden – zwischen Tuggen und Schmerikon bei der Gross-Allmeind. Dies soll Wanderern den Umweg über die Grynau ersparen. Die Fähre ist so einerseits als touristische Attraktion gedacht – zur Optimierung des Obersee-Rundwegs. Andererseits soll die Verbindung das Zusammengehörigkeitsgefühl der regionalen Bevölkerung stärken: die Fähre als identitätsstiftendes und verbindendes Element (diese Zeitung berichtete).

Im Grundsatz möglich

Die Vernehmlassung bei den zwei Kantonen hat das Projekt bereits durchlaufen, nun liegen die Antworten vor. «RI-Bidäbii und seine Kooperationspartner freut es ausserordentlich, dass auch die Kantone und die Linthverwaltung das Projekt als grundsätzlich bewilligungsfähig erachten», schreibt der Verein in einer Medienmitteilung. Um definitiv mit dem Betrieb starten zu können, seien nun aber weitere Abklärungen nötig.

Die Initianten müssen noch diverse praktische und betriebliche Fragen klären.

Anpassungen am Projekt nötig

So müsse erörtert werden, wo die Fähre in der Nacht «einquartiert» wird, wie regelmässig sie fahren soll und ob die Überfahrten über die Linth gewerbsmässig angeboten werden sollen. Auch das Bewilligungsverfahren müsse noch genauer abgeklärt werden. Aus den Stellungnahmen der Kantone müssten verschiedene Vorgaben berücksichtigt werden. Auch die Linthfähre mache Vorgaben, so zur Höhe des Fährseils. Das Projekt müsse ausserdem mit einem Betriebskonzept ergänzt werden.

Aufgrund des Umfangs des ganzen Verfahrens sei der auf diesen Sommer geplante Start des Fährbetriebs nicht mehr realistisch, so der Verein weiter. Die Verantwortlichen seien aber optimistisch, bei einem positiven Entscheid die Fähre 2020 erstmals wassern zu können.

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