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Bivio-Posse: «Wir halten uns nicht an das Verbot»

In Bivio ist ein Streit um einen Durchgangsweg zum Skilift entbrannt. Obwohl das Passieren des Weges verboten ist, halten sich nur Wenige daran. Wir haben uns in Bivio umgehört.

Südostschweiz
Sonntag, 06. Januar 2019, 04:30 Uhr Streit um Wegstück

Unruhe im 200-Seelen-Dorf Bivio: Weil Grundeigentümer als Gegenleistung für die frei zugängliche Nutzung ihres Fusswegs, der zum Skilift führt, von den Skiliftbetreibern keine Skiabonnemente mehr erhielten, haben sie Massnahmen ergriffen. Unter Androhung einer Busse von bis zu 2000 Franken haben sie den Weg – den direktesten zum Skilift – für die Öffentlichkeit gesperrt. Klar, dass diese Situation in der Gemeinde am Fusse des Juliers kontrovers diskutiert wird.

Wir haben uns vor Ort ein Bild gemacht und mit Giancarlo Torriani, Vorstandsmitglied der Gemeinde Surses gesprochen. Ebenso äussern langjährige Skigäste der Destination Bivio ihre Gedanken zur Sperrung des rund 30 Meter langen Wegabschnittes zum Skilift (Video oben).

So verzwickt ist die Situation: Die Geschichte im Detail erklärt

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Die Bivio Sportanlagen AG will keine Abos mehr geben und die Gemeinde will sich nicht am Unterhalt beteiligen, da es sich um ein Privatgrundstück handelt. Der Eigentümer soll also Dreck, Lärm und Beschädigungen an seinem Eigentum einfach akzeptieren und auch noch die Unterhaltskosten tragen (vgl. Aussagen der Eigentümer im Blick Interview, da sie ja hier in dieser Zeitung nicht zu Wort kommen zu scheinen). Das ist doch eine absolute Frechheit! Entweder es wird eine angemessene Umtriebsentschädigung bezahlt oder ansonsten muss halt der Umweg akzeptiert werden. Die Sportanlagen, Touristen und die Gemeinde wollen den "Foifer und sWeggli", aber das geht nunmal nicht. Ich kann diese egoistische und unverschämte Haltung gegenüber den Eigentümern absolut nicht nachvollziehen. Diese Tourisen sollen sich mal überlegen, wie sie es finden würden, wenn täglich eine Horde von Leuten über ihr Grundstück trampeln würde und sie auch noch deren Abfall zusammensammeln und (kostenpflichtig) entsorgen müssten.

Was der sympathische Giancarlo Torriani, Vorstandsmitglied der Gemeinde Surses hier aufrecht durchblicken lässt, finde ich sonnenklar - der Skiliftbetreiber ist des Pudels Übels Kern (ein paar Gratisabos würden Kosten verursachen, wenn der Skilift eh fährt? – während die Aussagen der Skigäste... oje.
https://gr-wilder-westen.webnode.com/
Als neue "Strategie" könnte GRF stolz den Skilift-Bivio präsentieren, KULTUR (Gruss an Prof. Forster), weil das ständige Türenknallen in Mehrparteienhäusern als Hochkultur noch nicht reicht.
Grosses Medienthema dieser Wochen: Bergbahnen bzw. Skilifte in roten Zahlen, müssten innovativ sein. Nicht innovatief.