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Wer will ein ganzes Skigebiet für sich haben?

Wer im Wettbewerb der Skigebiete bestehen will, muss sich was einfallen lassen. Das gilt gerade auch für kleinere, weniger bekannte Gebiete. Ein solches Gebiet aus dem Prättigau hat sich deshalb etwas ganz besonderes ausgedacht.

Südostschweiz
Donnerstag, 27. Dezember 2018, 15:34 Uhr Erstmals in der Schweiz
Fideriser Heuberge
Fideris. Das Skigebiet in den Fideriser Heubergen.
PRESSEBILD

Viele grosse Skigebiete in der Schweiz setzen im Kampf um Wintersportler auf flexible Preismodelle und zum Teil extreme Rabattschlachten. Weil man als kleines Gebiets diesen Preiswettkampf nicht mitmachen könne, «geben wir Gegensteuer», sagt Henrik Vetsch, Geschäftsleiter der Heuberge AG, die das Prättigauer Skigebiet Fideriser Heuberge betreibt. Was er damit meint: einen Wettbewerb, wie es ihn in der Schweiz in dieser Form wohl noch nie gegeben hat: Das Skigebiet verlost einen kompletten Skitag. Drei Lifte, 15 Pistenkilometer, zwölf Kilometer Schlittelbahn sowie drei Berghäuser mit 76 Angestellten zur freien Verfügung winken dem Gewinner, wie 20min.ch schreibt.

Der Gewinner des Wettbewerbs kann sich «seinen» Skitag mit 999 Freunden teilen, von denen 222 auch gleich noch im Skigebiet übernachten können. Im Hauptpreis nicht inbegriffen sind die Anreise und die Verpflegung am Berg. Dennoch ist Vetsch überzeugt, mit dem Wettbewerb einen Coup zu landen: «Meines Wissens gab es das in der Schweiz noch nie. Wir wollen etwas Spezielles bieten, das auf unser Gebiet zugeschnitten ist», sagt er zum Newsportal.

Persönliche Betreuung und Raum für Wünsche

«Mit dem Wettbewerb wollen wir diese Kernkompetenz herausstreichen und zeigen, welche Vorteile wir als kleines Gebiet bieten», erklärt Vetsch. Die Gäste könnten viel persönlicher betreut werden. Das lasse Raum für individuelle Wünsche. Dank der speziellen Topographie kann darum auch der exklusive Skitag garantiert werden. Ins Skigebiet der Fideriser Heuberge gelangt man nämlich nur mit einem Skibus. Und dieser wird wie die Lifte und die Gastronomie von ein und demselben Anbieter betrieben.

Der Skitag kann übrigens nicht frei gewählt werden. Das fixe Datum ist vom Sonntag, 13. Januar ab 16 Uhr bis Montag 14. Januar um 16 Uhr. Man gewinnt also den Montag auf der Piste und die Nacht vom Sonntag auf den Montag für maximal 222 Personen. Teilnahmeschluss für den Wettbewerb ist am 30. Dezember und mitmachen kann man auf der Webseite der Fideriser Heuberge. (ofi)

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Ja man soll ja nichts unversucht lassen, doch das Rad dreht sich schneller als man wahrhaben will. Neben dem von uns verursachten Klimawandel ist der Wintersport seich den letzten Jahren massiv rückläufig. Diverse Gäste aus dem Ausland bleiben wegen dem Eurokurs oder ganz einfach wie z.B. die Italiener im Engadin ischlicht nicht mehr vermögen, weg. Dazu kommt das immer weniger Skischullager durchgeführt werden und so der Nachwuchs ausbleibt. Hinzu kommen aber die hausgemachten Probleme der einzelnen Skigebiete, anstatt Synergien zusammen zu legen bekämpft man sich und lockt mit Dumpingangeboten wie z.B. "all inclusive" und das rächt sich jetzt. Gleich wie man sich einen teuren Fussballklub nicht mehr leisten kann will man weiter "wursteln" bald stehen in unseren Bergen Bahnleichen die Gesichte sein werden.

SO vermeldet:
"EIN Gewinner gewinnt EINEN kompletten Skitag, sprich: Drei Lifte, 15 Pistenkilometer, zwölf Kilometer Schlittelbahn sowie drei Berghäuser mit 76 Angestellten zur freien Verfügung winken dem Gewinner, wie 20min.ch schreibt."
Clever!
Clever?
Für wen?
Der Hauptsinn des Tourismus ist die Bettenfüllerei, die Bolgenplazavöllerei, und dass ein "Skibus" ("dieser wird wie die Lifte und die Gastronomie von ein und demselben Anbieter betrieben", Heuberge AG, die das Prättigauer Skigebiet Fideriser Heuberge betreibt) EXKLUSIV (das heisst: zwingend) für Gästetransfer ins Gästeskigebiet – mit Verbrennungsmotor! – fährt.
Hallo, ihr cleveren Leute in den Heubergen (alles Heubläser bei euch wahrscheinlich): Ich finde euch echt subclever und werde nicht "scheinbar gratis" Kunde. Den Bündner Wintertourismus nun auf diese Weise zu verramschen statt zu turnarounden ist doch nichts Neues.
ICH würde Gesundheitstourismus einführen, die einzige Praxis mit Zukunft auf diesem arm(gemacht)en Planeten, finde ich.
Aber MEINEN Gesundheitstourismus! Nicht das, was der Kanton als solchen deklariert; auch nicht das, was die Somedia ihrem bezahlenden Publikum dergestalt als "Redaktionellen Artikeln zum verwechseln formal identisch" präsentiert - obwohl es reine Werbung SPONSORED CONTENT ist, was sagt presserat.ch dazu? - dass die Leserschaft das in die TOPTEN der meistgeklickten Online-Artikel pusht:
Ein werbender Arzt?
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2018-12-27/am-meisten-patie…
Zählt heute nur noch GELD?
https://www.youtube.com/watch?v=BkXBoRqbqGI
https://www.youtube.com/watch?v=LeyiqmG1E2A

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