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Parc Ela ist der Beste

Eine Studie der ETH Zürich belegt erstmals, dass der Parc Ela im Vergleich mit andern Naturpärken in der Schweiz in manchen Belangen obenauf schwingt.

Südostschweiz
Montag, 17. Dezember 2018, 17:43 Uhr Von einer ETH-Studie belegt
Dank dem Parc Ela sind in der Region 82 Vollstellen geschaffen worden.
PRESSEBILD

Die ETH Zürich hat mit einer Gästebefragung untersucht, welche touristische Wertschöpfung die vier Schweizer Naturpärke Landschaftspark Binntal, Naturpark Gantrisch, Parc Jura vaudois und der Parc Ela ihrer Region bringen. Alle vier Pärke erzielen laut einer Mitteilung des Netzwerkes Schweizer Pärke eine beträchtliche touristische Wertschöpfung. Aber: Der Parc Ela erzielt dabei in vielen Belangen die besten Werte der verglichenen Pärke. Konkret erzielt der Parc Ela eine mehrfach höhere touristische Wertschöpfung als die von der öffentlichen Hand investierten Gelder.

Die Studie dauerte von Mai 2017 bis April 2018. Sie beruht auf 4577 durch Besucher ausgefüllte Fragebogen.  Ein paar Eckwerte der Untersuchung:

Touristische Wertschöpfung in der Region pro Jahr:

  • Parc Ela: 8,8 Millionen Franken
  • Naturpark Gantrisch: 7,3 Millionen Franken
  • Landschaftspark Binntal: 3,7 Millionen Franken
  • Parc Jura vaudois: 1,7 Millionen Franken

Eingesetzte öffentliche Mittel:

  • Landschaftspark Binntal: 0,8 Millionen Franken
  • Parc Jura vaudois: 1,1 Millionen Franken
  • Parc Ela: 1,35 Millionen Franken
  • Naturpark Gantrisch: 1,5 Millionen Franken

Durch den Park entstandene zusätzliche Vollzeitstellen:

  • Naturpark Gantrisch 87
  • Parc Ela 82
  • Landschaftspark Binntal 40
  • Parc Jura vaudois 18

Das Netzwerk Schweizer Pärke schreibt zur Studie: Die Pärke sind für die öffentliche Hand eine lohnenswerte Investition, zumal nur ein Teil der öffentlichen Gelder für touristische Massnahmen eingesetzt werden. Zusammenfassend belegt die Studie, dass die Regionalen Naturpärke ihr Ziel erreichen: Sie verbinden Natur- und Landschaftsschutz mit der Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft und sind damit ein Mehrwert für ihre Regionen.

Neben dem Schweizerischen Nationalpark gibt es in der Schweiz drei weitere Kategorien von Pärken: 1) Die Nationalpärke neuer Generation besitzen Kernzonen, in denen sich die Natur uneingeschränkt entfalten kann, und eine Umgebungszone, in welcher die Kulturlandschaft zum Zweck einer nachhaltigen Entwicklung naturnah bewirtschaftet und vor nachteiligen Eingriffen geschützt wird. Nach dem Scheitern des Nationalparkprojekt des Locarnese im Juni gibt es in dieser Kategorie kein Projekt mehr. 2) Die Regionalen Naturpärke zeichnen sich durch hohe Natur- und Landschaftswerte aus. Hier werden Kulturlandschaften von hoher Qualität und biologischem Reichtum erhalten und die nachhaltig betriebene Wirtschaft gestärkt. 3) Die Naturerlebnispärke liegen in der Nähe von Städten und bieten in ihren Kernzonen der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt unberührte Lebensräume zur dynamischen Entfaltung. In ihren Übergangszonen werden der Bevölkerung Naturerlebnisse ermöglicht.

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