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Heller, grösser, schöner: mehr als «nur» eine Skihütte

Die umgebaute Hütte des Skiclubs Elm ist jetzt ein Alpen-Bijou. Am Wochenende wurde es eingeweiht.

Martin
Meier
Montag, 03. September 2018, 04:30 Uhr Hütte des Skiclubs Elm

Kein Glarner Bus schafft es fahrplanmässig höher hinauf als nach Obererbs. Dort, hoch über Elm und schon oberhalb der Baumgrenze, zeigt sich die Alpenwelt himmlisch. Das ist – neben dem Anschluss an den öffentlichen Verkehr – mit ein Grund, dass dort viel Fremdenverkehr herrscht. Mit dem Nachteil, dass die Hütte des Skiclubs Elm dem Ansturm (fast) nicht mehr standhalten konnte. Was wiederum einen Vorteil brachte, von dem sich die Öffentlichkeit am Wochenende überzeugen durfte. Die Skihütte wurde komplett umgebaut.

«Investiert wurden 540 000 Franken», erklärt Vorstandsmitglied Stefan Elmer. «Ein Teil davon war Eigenkapital. Den Rest spendeten Sponsoren.» Auch die Berghilfe habe mitgeholfen. «Und so einige der 290 Mitglieder.»

Heller und Grösser

Prominentestes Mitglied ist «Gold-Vreni» Schneider. Im Skiclub-Haus rührt allerdings ihre Nichte die Kelle. Sabina Schneider backt gerade Kuchen in der nigelnagelneuen Küche, in der das Buchenholz Hauptenergieträger ist. Mit dem knisternden Nebenton wird das Wasser gewärmt und geheizt. Die Küchengeräte und das Licht beziehen Solar-Strom. Gekocht wird mit Gas. Und die Geschirrspülmaschine läuft mit Diesel.

Grösser und heller präsentiert sich auch die heimelige Gaststube, in der neu 40 Personen Platz haben. Weitere 80 finden auf der Terrasse eine Sitzgelegenheit. Am meisten bestellt werden da die Käseschnitten. «Oder ‘Ghackets mit Höreli’», verrät Sabina Schneider.

Halbpension für 70 Franken

Voluminöser wurde die Skihütte auch in vertikaler Hinsicht: Entstanden ist ein Dachraum für Sabina Schneider, die damit als Hüttenwartin neu ihr eigenes Schlafplätzchen hat. Die Gäste «pfusen» in Mehrbettzimmern. 28 Schlafplätze gibt es. Eine Übernachtung mit Halbpension kostet 70 Franken.

Das lohnt sich nur schon wegen der Aussicht auf die Gipfel wie den Hausstock und die Tschingelhörner. «Jährlich kommen wir auf in etwa 400 Übernachtungen», erzählt Sabina Schneider. Ganz zu schweigen von den Tagesgästen: «Das geht in die Tausende.»

Die Hütte liegt an der Via Alpina und im Winter an verschiedenen Skitouren-Routen ideal.

Die erste Unterkunft des Skiclubs geht auf 1937 zurück, sechs Jahre nachdem der Club gegründet worden war. 1982 entstand der Neubau, der jetzt umgebaut und erweitert wurde.

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Der Schreiber hat wohl die Zwölfihörner mit den Tschingelhörnern verwechselt, scheint mir. Ich war zwar schon einige Zeit nicht mehr auf Obererbs, aber ich meine mich zu erinnern, dass man den Fanenstock, den Sardona und den Piz Segnes quasi vor Augen hat, dass man den Mörder auch noch sieht, aber dann sind auf dieser eben nur noch dieZwölfihörner und der Glarner Vorab zu sehen. Oder liege ich falsch?