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HTW versenkt Betonblöcke in den Oberengadiner Seen

Um die Belastungsgrenzen des Eises zu testen, werden die Oberengadiner Seen zum Forschungsobjekt der HTW. Als Testmittel kommen Betonblöcke zum Einsatz.

Dienstag, 13. März 2018, 13:33 Uhr Forschung
Halten Sie dem Druck stand? Die Oberengadiner Seen.
Rolf Canal / ARCHIVBILD ROLF CANAL

Die Oberengadiner Seen sind im Winter oft Schauplatz von Veranstaltungen wie White Turf oder der Engadin Skimarathon. Diese sind auf stabiles Eis angewiesen. Im vergangenen Winter kam es zu unglücklichen Vorfällen, die auf instabiles Eis zurückzuführen sind.

Dem wollen die Seengemeinden Bregaglia, Sils, Silvaplana und St. Moritz Abhilfe schaffen. Eine neue Messmethode soll her, um die Belastungsfähigkeit des Eises zu bestimmen. Dies sei notwendig, damit die touristisch wichtigen Anlässe erhalten werden können. Teil des Teams der «Klimaanpassungstrategie» sind die Academia Engiadina, das Churer Ingenieurbüro AF Toscano und das Institut für Bauen in alpinem Raum der HTW Chur. 

Das Eis wird an seine Belastungsrenzen geführt

Die HTW soll insbsondere das Deformationsverhalten des Seeeises untersuchen. Davon ausgehend wird dann auch die Methode entwickelt, um aus Deformation und Eisdicke die Belastbarkeit zu bestimmen. Teil der Untersuchung ist auch folgender Feldversuch: 1300 Kilogramm schwere Betonblöcke werden schrittweise mit einem Autokran aufs Eis gehievt und so der Belastungsdruck erhöht. Mit Lasermessungen und Videoaufnahmen wird dann die Verformung gemessen.

Wie die HTW weiter schreibt, werden die Versuche noch diesen Monat durchgeführt. Die Betonblöcke werden im Sommer wieder herausgefischt.

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