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Mehrere Kantone verhandeln mit Airbnb wegen Kurtaxen

Die Schweizer Kantone mit der grössten Dichte an Airbnb-Angeboten verhandeln mit der stetig wachsenden Internet-Plattform, ausser Graubünden und Waadt. Es geht um die Einziehung der Kurtaxen.

Agentur
sda
Sonntag, 14. Januar 2018, 11:11 Uhr Kurtaxe
Steuertechnisch umstritten: Airbnb
MARCO HARTMANN

Graubünden hat schweizweit am zweitmeisten Airbnb-Betten im Angebot: rund 16'100 Betten werden über die Plattform vermietet. Die Kantone Wallis, Bern, Zürich, Genf und Tessin verhandeln mit dem Anbieter privater Ferienunterkünfte für ein automatisiertes Verfahren zum Einziehen der Kurtaxe, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda ergab. Die fünf Kantone bringen es zusammen auf über 67'000 Betten, die via Airbnb angeboten werden. Dies entspricht einem Anteil von über 84 Prozent, wie eine Zusammenstellung des Walliser Tourismus Observatoriums ergibt.

Spitzenreiter ist das Wallis mit fast 23'000 Airbnb-Betten, gefolgt von Graubünden (rund 16'100) und Bern (etwa 15'200). Der Kanton Graubünden kann wie der Kanton Waadt (13'500) nicht verhandeln, da die Kurtaxe in der Steuerhoheit der Gemeinden liegt, wie in Chur und Lausanne zu erfahren ist. Deshalb bemüht sich etwa Montreux um eine Abmachung mit Airbnb.

In der Schweiz lasse sich kein Modell ohne weiteres auf einen anderen Kanton übertragen, hiess es bei der Medienstelle von Airbnb auf Anfrage zu den langwierigen Verhandlungen. Weltweit traf Airbnb nach eigenen Angaben inzwischen mit über 340 Städten und Gemeinden eine Vereinbarung fürs Einkassieren von Kurtaxen.

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