×

La Punt Ferien will Brücken schlagen

Der Tourismusverein La Punt Ferien startet in eine neue Ära. Die neue touristische Positionierung des Ferienortes setzt auf die Verbundenheit der Gäste mit dem Engadin.

Fadrina
Hofmann
Mittwoch, 10. Januar 2018, 08:00 Uhr Touristische Schlagwörter

Die Brücke ist das Markenzeichen von La Punt Chamues-ch. Sie hat dem Dorf am Fusse des Albulapasses auch seinen Namen gegeben. Brücken schlagen, verbinden – das sind die touristischen Schlagwörter für die Zukunft von La Punt Ferien.

Rund 800 Ferienwohnungen gibt es in La Punt Chamues-ch. Mit der Neupositionierung bindet der Tourismusverein neu sowohl Einheimische als auch Zweitheimische als aktive Mitglieder mit ein. «Mit dem Verein für Zweitwohnungsbesitzer Viv La Punt haben wir eine super Zusammenarbeit», sagt Ralph Böse, Geschäftsleiter La Punt Ferien. Die Zweitheimischen sollen mithelfen, den Ferienort möglichst attraktiv zu machen. Dass ein Interesse daran besteht, hat die überwiegende Präsenz von Zweitheimischen an einem Informationsanlass vor Kurzem gezeigt.

Seit dem Frühjahr 2015 setzt sich in La Punt Chamues-ch die «Arbeitsgruppe touristische Positionierung» mit der zukünftigen strategischen Positionierung des Tourismus auseinander. Sie hat auch eine Zukunftskonferenz mit rund 100 Einheimischen und Zweitwohnungseigentümern organisiert, welche an der Positionierung mitgefeilt haben. Pünktlich zum Start der neuen Engadin St. Moritz Tourismus AG am 1. Januar 2018 startet auch der Tourismus in La Punt Chamues-ch unter der Führung des neu ausgerichteten Tourismusvereins La Punt Ferien in eine neue Ära.

Das Dorf der Generationen

Produkte und Angebote schaffen und den Tourismus weiterentwickeln, das gehört zu den Aufgaben von La Punt Ferien. Neuer Geschäftsführer wird ab Ende Januar 2018 Kilian Steiner aus St. Moritz. Böse verlässt La Punt Ferien aus persönlichen Gründen. Dennoch ist bei ihm von Abschied noch nichts zu spüren, wenn er über die künftigen Projekte des Tourismusvereins spricht. «Wir wollen das generationenübergreifende Dorf im Engadin werden», sagt er. Auch hier kommt das Schlagwort «Verbundenheit» zum Zuge.

Geschichte und Zukunft

Vier Stossrichtungen gibt es, um diese Verbundenheit spürbar und sichtbar zu machen. Die Brücke ist das Kulturhighlight von La Punt Chamues-ch. Diese neu zu gestalten und die Geschichte des Transitdorfes sowie der Albertini-Häuser zu erzählen, ist ein Projekt. Ein ganz anderes Projekt ist die Chesa d’innovaziun, das Haus der Innovation. Die Vision ist ein Inn Hub, welches unter der Projektleitung von Mia Engiadina realisiert werden soll. Es handelt sich um ein «Kompetenzzentrum für gesellschaftliche Innovationen in einer digitalisierten Welt». Bildung, Entwicklung und Anwendung sollen unter einem Dach vereint werden. Auch ein «Campus d’innovaziun» ist geplant. Die Projektphase startet noch in diesem Monat.

Begegnungen fördern

Ein drittes Projekt von La Punt Ferien möchte Einheimische und Zweitheimische näher zusammenbringen. «Wir wollen mit Anlässen Begegnungsplattformen schaffen», erklärt Böse. Und schliesslich gibt es noch ein Projekt, welches die Instagram Ability im Dorf erhöhen soll. Es geht also darum, attraktive Foto-Spots für Gäste zu schaffen.

Im Hinblick auf die Pläne für eine Umfahrung La Punt ist die touristische Neupositionierung wichtig. Schliesslich ist vorgesehen, dass der Verkehr künftig durch einen Tunnel umgeleitet wird. «Wir müssen bereit sein, wenn die Umfahrung kommt», meint auch Böse. Der Baustart dürfte schon 2020 erfolgen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden