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In Poschiavo war der Bär los

Die Sonderschau 2018 widmet sich der textilen Kultur und der Mode. Der bisherige Erfolgsgarant, der «Puschlaver Bär» M13 soll dem Museum jedoch erhalten bleiben.

Montag, 08. Januar 2018, 11:37 Uhr Erfolgreiche Bilanz für Museo poschiavino
M13
Die Ausstellung über den Bären M13 war erfolgreich. Hier ein Bild, als M13 noch lebte.
ZVG/ARCHIV

Etwa 4000 Besucher haben im Vorjahr eine Eintrittskarte im Museo poschiavino in Valposchiavo gelöst. Ein Garant für den Erfolg war die Sonderausstellung über den «Puschlaver Bären», die zwei Mal gezeigt wurde. Mit dem Exponat wurde auch die Lebensweise des Wildtieres, die Problematik des Zusammenlebens mit dem Menschen in einer besiedelten Landschaft und seine Historie in der Schweiz thematisiert. 

Das präparierte Wildtier mit dem Namen M13 wurde in der sogenannten «Bärenhöhle» ausgestellt, dieser Platz wird nun für die nächste Ausstellung freigemacht: Derzeit wird eine Sonderschau, die sich der textilen Kultur und der Mode widmet, für 2018 vorbereitet. 

Das Museo poschiavino, das sich auf den historischen Palazzo de Bassus-Mengotti und die Casa Tomè, ein gut erhaltenes dörfliches Bauernhaus ausbreitet, will auf seinen Star auch künftig nicht verzichten: M13 bleibt im Puschlav, wie es in einer Mitteilung heisst. Die «Höhle» mit dem präparierten Wildtier bleibt ein dauerhaftes Element. Derzeit wird das umfangreiche Material der Sonderausstellung gestrafft und neu zusammengestellt, damit die Informationen auch künftig öffentlich zugänglich sind. 

«Uns ist dabei wichtig», erklärt Paolo Raselli, Präsident der Fondazione Ente Museo poschiavino, «dass wir sowohl Sonderschauen als auch die Dauerausstellung in einer hohen Qualität präsentieren können, die der modernen Auffassung musealer Präsentation soweit wie möglich gerecht wird».

Der aus dem Trentino stammende M13 wurde rund vier Jahre alt. Der Braunbär wurde im November 2012 zum Problembären erklärt, als er sich in die Nähe von Siedlungen begab. Im Februar 2013 wurde er bereits zum Risikobären eingestuft und damit zum Abschuss freigegeben, da Vergrämungsaktionen nichts genützt hatten. Am 19. Februar 2013 wurde M13 schliesslich in Graubünden erschossen. Der Abschuss löste diverse Kritik aus – er sei viel zu früh erfolgt.

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