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Unterengadiner Mineralwasserprojekt lanciert

Mit vereinten Kräften aus der Region und kantonaler Förderung will die Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG (TESSVM) unter anderem das mineralwasserbasierte Angebot in der Region weiter ausbauen und vorantreiben. Am Montag wurde das entsprechende Projekt nun offiziell lanciert.

Südostschweiz
Montag, 11. Dezember 2017, 14:30 Uhr Mineralwasserprojekt
Christian Fanzun, Gemeindepräsident von Scuol, Projektpartner und Mitunterzeichner der Absichtserklärung zum Mineralwasserprojekt.
PRESSEBILD DOMINIK TÄUBER

Die Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG (TESSVM)  sieht grosses Potenzial im Ausbau wasser- oder mineralwasserbasierter Angebote. Im gross angelegten Projekt mit dem Titel «Gesamtkonzeption (Mineral-)Wasserpositionierung» will sie in den nächsten zwei Jahren das Angebot weiterentwickeln und Grundlagen für die künftige Inwertsetzung des Wassers erarbeiten. Dadurch könnten nachfolgende Investitionen der Partner sowie die Kommunikation der Tourismusfachleute konkret aufeinander abgestimmt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

Offizieller Projektstart in Scuol

Das Projektvolumen beträgt 421'800 Franken und wird zu 50 Prozent vom Kanton gefördert. Die andere Hälfte kommt von der Gemeinde Scuol, der Bürgergemeinde Scuol, von der Regiun EBVM, dem Verein Pro Büvetta Tarasp, der Fundaziun pro aua minerala und von der TESSVM, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Nachdem die Projektleitung die Finanzierungsphase abschliessen konnte, lud sie am Montag alle involvierten Institutionen zur Medienkonferenz ins 'Mineralwasserdorf' Scuol ein. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen «charta d’intent» sei das Vorhaben nun offiziell lanciert worden.

Projekt auch touristisch wichtig

Das Projekt leitet Yvonne Schuler. Die Umweltingenieurin ist Produktmanagerin Natur & Nachhaltigkeit bei der TESSVM. «Dieses Hauptprojekt liefert eine Art 'Masterplan' für die Erlebbarkeit des Unterengadiner Wasserreichtums.» Schliesslich sei das Wasser auch aus touristischer Sicht für diese Region von strategischer Bedeutung. Dies bedeute aber auch, dass es zahlreiche Organisationen und Anbieter involviert. «Mit der aktiven Beteiligung und dem Pflichtbewusstsein all dieser Partner steht und fällt das Projekt. Gerade in peripheren und verstreut besiedelten Regionen ist eine branchen- und gemeindeübergreifende Teamarbeit ein entscheidender Erfolgsfaktor – und diesen wollen wir mit dem Projekt nutzen», so die Projektverantwortliche.

In erster Linie werde das Hauptprojekt Grundlagen und Konzepte generieren, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen und Umsetzungspläne für die jeweiligen Partner abzuleiten. Rund 15 Teilprojekte widmen sich beispielsweise der Wasser-Infrastruktur, historischen Bauten, geführten touristischen Erlebnissen, wasserorientierten Anlässen oder auch dem Ausbau und der Signalisation der Wege zu den Quellen, heisst es in der Mitteilung.

Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden.

 

 

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