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Parahotellerie verbreitet Zuversicht

Die Zuversicht bei den Mitgliedern von Parahotellerie Schweiz für die anstehende Wintersaison ist gross: Die Buchungen liegen zumeist deutlich höher als noch im Vorjahr.

Stefan
Schmid
Donnerstag, 23. November 2017, 14:05 Uhr Prächtige Aussichten

Die Schweizer Hotellerie erwartet eine gute Wintersaison – und dies nicht nur aufgrund des frühen Wintereinbruchs. Die Ökonomen der Konjunkturforschungsstelle KOF rechnen mit einem Plus bei den Hotelübernachtungen von deutlich über drei Prozent, wie aus ihrer im Oktober veröffentlichten Prognose hervorgeht. 

Noch etwas besser sieht es bei den Mitgliedern von Parahotellerie Schweiz aus. Es sind dies mit Interhome der grösste Schweizer Anbieter von Ferienwohnungen, Bed and Breakfast Switzerland, die Schweizer Jugendherbergen, die Reka sowie TCS Camping. Sie machen zusammen rund ein Fünftel der etwa 15 Millionen Übernachtungen der gesamten Parahotellerie der Schweiz aus. 

Einen Hauptgrund für den Aufwärtstrend ortet die Gesellschaft in der Abschwächung des Frankens zum Euro, welche die Schweiz für Ausländer erschwinglicher macht, wie Parahotellerie Schweiz am Donnerstag mitteilte. Ein weiterer Grund seien günstig liegende Feiertage. "Wenn nicht schlechte Schnee- und Wetterbedingungen kurzfristige Buchungen verhindern, dürfte einem erfolgreichen Winter nichts im Wege stehen", so das Fazit von Parahotellerie Schweiz.

Verbessertes Angebot

Konkret sieht das wie folgt aus: Bei den Schweizer Jugendherbergen liegt die Zahl der Buchungen derzeit um sieben Prozent über dem Vorjahr. Wobei sich auch das zusätzliche Bettenangebot der neu eröffneten Jugendherberge in Crans-Montana positiv auswirkt – aber auch ohne diesen Effekt liegt die Zunahme aktuell bei fünf Prozent. 

Die Reka geht von einem Buchungsplus von fünf Prozent aus. Während der Umsatz um drei Prozent zulegen dürfte. "Bei guten Wetterbedingungen erwarten wir vor allem im Januar und ab Mitte März weiter ansteigende Buchungseingänge", wird Reka-CEO Roger Seifritz in der Mitteilung zitiert. Zum positiven Abschneiden soll auch die vor Kurzem renovierte Reka-Ferienanlage in Scuol beitragen. 

Der grösste Schweizer Ferienwohnungsanbieter Interhome verzeichnet aktuell gar gut zehn Prozent mehr Reservierungen als vor einem Jahr. Ein wichtiger Faktor sei, dass immer mehr Ferienwohnungen auch nur für einige Tage gemietet werden könnten, erklärte Interhome-Schweiz-Chef Roger Müller. Kurztrips würden bei den Gästen einen grossen Anklang finden. Das Umsatz-Plus liegt derzeit bei 6,2 Prozent.

Bed and Breakfast Switzerland kann zwar noch keine Buchungszahlen vermelden, zeigt sich aber ebenfalls optimistisch für den Winter. Eine Zunahme der Buchungen erwartet Geschäftsführerin Dorette Provoost unter anderem durch die dieses Jahr neu lancierte App. Bereits in der vergangenen Sommersaison konnte Bed and Breakfast 1,4 Prozent mehr Übernachtungen verbuchen.

Starke Sommersaison

Anderen lief es sogar noch besser: Bei Interhome stiegen die Buchungen um zwölf Prozent, bei der Reka um 8,7 Prozent und bei TCS Camping um gut sieben Prozent. Einzig die Jugendherbergen mussten in der Sommersaison ein Minus von rund zwei Prozent bei den Übernachtungen und gut drei Prozent beim Umsatz hinnehmen. Verantwortlich dafür sind aber Sondereffekte: die Schliessungen der Jugendherbergen in Freiburg und in Bern. Das Haus in der Bundesstadt wird renoviert.

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