Erfolg für Mountain Hub
Seit einem Jahr gibt es den Mountain Hub von Mia Engiadina in Scuol. Die Idee des Coworking Spaces im Engadin funktioniert.
Seit einem Jahr gibt es den Mountain Hub von Mia Engiadina in Scuol. Die Idee des Coworking Spaces im Engadin funktioniert.
22.11.17 - 04:30 Uhr
Tourismus
Obwohl es den Mountain Hub nun seit einem Jahr gibt, ist noch nicht jedem klar, was Mia Engiadina genau macht. «Diese Frage höre ich aber nicht mehr so oft, wie noch vor einem halben Jahr», sagt die Geschäftsführerin des Hubs, Martina Hänzi. Vor allem bei den Einheimischen hätten der Hub und der Bau des Glasfasernetzes durchs Tal für mehr Klarheit gesorgt. Mia Engiadina ist ein Projekt, welches die Digitalisierung im Tal auf verschiedene Arten vorantreiben möchte. Auf die Basis von schnellem Internet entstehen neue Angebote, wie Coworking, ein Bildungsprojekt, ein Gesundheitsprojekt oder ein Projekt mit einer neuen App im Bereich Tourismus.
Flexibles Arbeiten im Engadin
Das sichtbarste Projekt ist der Mountain Hub. Während der ersten Monate war es noch ruhig in den Mia Engiadina-Räumen. Erst nach Weihnachten sind die Frequenzen gestiegen. «Mittlerweile sind wir so weit, dass wir etwa einmal im Monat ein Team aus dem Unterland haben, welches zum Arbeiten kommt», erzählt Hänzi. Das seien ganz unterschiedliche Teams, von Werbeagenturen zu Hochschulen bis Startups. Die meisten Nutzer des Hubs sind jedoch Einzelpersonen. Es handelt sich um Leute aus dem Unterland, aber auch um interne Nutzer. Letztere sind Personen, die das Coworking Plus Angebot nutzen, was unbeschränkter Zutritt zum Hub bedeutet. «Diese Nutzer verzichten auf ein eigenes Büro und arbeiten von hier aus», erklärt Hänzi das Konzept.
Einheimische nutzen den Hub auf vielfältige Weise. So werden Vorstandssitzungen in den Lokalitäten ausgerichtet, Generalversammlungen oder Vereinstreffen. «Ein Einheimischer hat hier seine Masterarbeit geschrieben, ein Architekt hat in Scuol kein eigenes Büro und nutzt deswegen unsere Räume», erzählt die Geschäftsführerin. Die Feedbacks seien gut, die Idee des Mountain Hub funktioniere. Deswegen sollen noch weitere Hubs im Tal entstehen, zum Beispiel am Hochalpinen Institut Ftan ein Bildungs-Hub, oder in Zuoz ein Maker Space - eine Art digitale Werkstatt. «Jeder Hub oder Space soll eine andere Funktion haben und anders aussehen», erklärt Hänzi.
Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Tourismus
MEHR
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.