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Bündner überzeugen und überraschen an Schweizer Meisterschaften

Im Ski alpin und im Biathlon fanden am Wochenende die Schweizer Meisterschaften statt. Mit erfolgreichen Bündner Athletinnen und Athleten am Start.

Lars
Morger
27.03.23 - 07:46 Uhr
Schneesport
Schweizer Meisterin: Anuk Brändli gewinnt an den Schweizer Meisterschaften den Slalom.
Schweizer Meisterin: Anuk Brändli gewinnt an den Schweizer Meisterschaften den Slalom.
Bild Livia Mauerhofer

Es war die grosse Überraschung an den Schweizer Meisterschaften der Alpinen in Verbier (Wallis). Im Slalom der Frauen schlug die grosse Stunde der Bündner Skirennfahrerin Anuk Brändli. Die Athletin des Skiclubs Arosa erwischte zwei gute Läufe und liess alle Konkurrentinnen mit einer halben Sekunde oder mehr hinter sich – auch die klare Favoritin und beste Schweizer Slalomfahrerin Wendy Holdener, die es mit 63 Hundertstelsekunden Rückstand gar nur auf Platz 3 schaffte. 

Für Brändli ist es der erste Schweizer Meistertitel. Die C-Kader-Athletin war in dieser Saison vorwiegend im Europacup unterwegs, schied dort aber in ihrem ersten Winter auf zweithöchster Stufe oft aus. Nur zweimal schaffte sie den Sprung unter die besten 30 – und nun deklassierte sie die heimische Konkurrenz an den Schweizer Meisterschaften. 

Nur von Marco Odermatt besiegt: Thomas Tumler fährt im Riesenslalom an den Schweizer Meisterschaften auf Rang 2.
Nur von Marco Odermatt besiegt: Thomas Tumler fährt im Riesenslalom an den Schweizer Meisterschaften auf Rang 2.
Bild Alessandro Trovati / Keystone

Tumler nur vom Überflieger geschlagen

Bei den Männern war mit Thomas Tumler ebenfalls ein Bündner erfolgreich. Der Samnauner wurde in seiner Paradedisziplin Riesenslalom Zweiter. Geschlagen wurde er nur vom besten Skirennfahrer der Welt. Marco Odermatt war acht Hundertstel schneller als Tumler, auf Platz 3 klassierte sich Lenz Hächler. Mit Fadri Janutin auf Platz 8 schaffte es ein weiterer Bündner in die Top 10. 

Zurückgetretene Gasparin überrascht

Selina Gasparin trat vor einem Jahr vom Spitzensport zurück. Das hielt die erfolgreichste Schweizer Biathletin aller Zeiten aber nicht davon ab, in diesem Jahr noch einmal an den Schweizer Meisterschaften teilzunehmen. Gasparin zeigte dabei, dass sie es noch immer drauf hat. Im Sprint lief sie als Dritte mit nur einem Schiessfehler auf das Podest und liess dabei die aktuellen Weltcupathletinnen Amy Baserga und Lydia Hiernickel hinter sich. Auf Siegerin Lena Häcki-Gross verlor sie nur 25 Sekunden, Zweite wurde ihre Schwester Aita. 

Nicht mehr ganz so gut lief es im Massenstart. Mit fünf Schiessfehlern in den letzten beiden Schiessen fiel Selina Gasparin noch vom Podest und verlor am Schluss fast vier Minuten auf Häcki-Gross, die auch das zweite Rennen gewann. Aita Gasparin wurde erneut Zweite. 

Kann es noch immer: Die zurückgetretene Biathletin Selina Gasparin läuft an den Schweizer Meisterschaften aufs Podest.
Kann es noch immer: Die zurückgetretene Biathletin Selina Gasparin läuft an den Schweizer Meisterschaften aufs Podest.
Bild Kimmo Brandt / Keystone

Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie. Mehr Infos

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