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Eine Bündner Medaille in Sierra Nevada?

Am Dienstag stehen an der Snowboard- und Freestyle-WM in Sierra Nevada die Parallel-Riesenslalom-Rennen auf dem Programm. Mit dabei auch die Bündner Dario Caviezel, Kaspar Flütsch, Nevin Galmarini und Stefanie Müller.

Südostschweiz
13.03.17 - 14:48 Uhr
Asylpolitik
Holt Nevin Galmarini für die Schweizer Alpinboarder am Dienstag eine WM-Medaille? Bild Olivia Item
Holt Nevin Galmarini für die Schweizer Alpinboarder am Dienstag eine WM-Medaille? Bild Olivia Item

Iouri Podlatchikov, Pat Burgener und der in der internationalen Wettkampfszene bisher unbekannte Nicolas Huber haben am Samstag für die Schweizer Delegation in Sierra Nevada bereits die Kohlen aus dem Feuer geholt. Mit Rang 2 und 3 in der Halfpipe (Podlatchikov und Burgener) und Rang 2 im Slopestyle (Huber) haben sie das eher magere Resultat von der letzten WM vor zwei Jahren (Gold durch Elena Könz im Big Air, Bronze durch Sina Candrian, ebenfalls im Big Air) bereits verbessert.

Schwarzer Sonntag für Boardercrosser

Morgen Dienstag stehen nun die Rennen der Alpinen auf dem Programm. Sie haben die Möglichkeit, den unglücklich verlaufenen Sonntag wieder gut machen. Im Boardercross-Rennen vom Sonntag schieden nämlich beide Schweizer Teilnehmer aus: Tim Watter (26. Schlussrang) erlitt in der zweitletzten Kurve, an dritter Stelle liegend, einen Bindungsbruch. Rang 3 hätte dem Zürcher gereicht, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

Noch schlimmer erwischte es Kalle Koblet, den zweiten Schweizer . Er stürzte im oberen Streckendrittel auf das Gesicht, erlitt eine Gehirnerschütterung und musste in der Folge für das Boardercross-Teamrennen von heute Montag Forfait geben. Weil kein dritter Boardercrosser vor Ort ist, fand das Rennen ohne Schweizer Beteiligung statt.

Nevin Galmarini mit grössten Medaillenchancen

Mit zwei Podestplätzen in der bisherigen Weltcupsaison der erfolgreichste Schweizer Alpinboarder ist der 30-jährige Nevin Galmarini. Der Ardezer konnte Ende Januar im slowenischen Rogla gar seinen ersten Weltcupsieg feiern. Anfang Februar bestätigte er mit einem zweiten Rang dann seine gute Form. Eine vierter Rang in Bad Gastein Anfang Januar, ein fünfter Rang Mitte Februar in Bokwang und ein neunter Rang Mitte Dezember in Carezza runden seine Top-Ten-Plätze dieser Saison ab.

Auch der Churer Dario Caviezel erzielte in der laufenden Saison fünf Platzierungen in den Top Ten: Rang 4 in Bokwang und Cortina d'Ampezzo, Rang 5 in Bad Gastein, Rang 8 in Rogla und Rang 9 in Erciyes-Kaseri.

Der dritte Bündner, Kaspar Flütsch aus Luzein, liess Anfang Januar mit einem zweiten Rang in Bad Gastein aufhorchen, dem er sich mit den Rängen 5 und 7 Anfang Februar im bulgarischen Bansko annäherte. Danach fiel er jedoch mit einer Fussverletzung aus.

Auch die Davoserin Stefanie Müller vertritt die Bündner Farben in Spanien. Ihr bestes Weltcupresultat in diesem Winter war der siebte Rang in Bad Gastein. Kann sie, wie Nicolas Huber es am Samstag vormachte, als Aussenseiter auftrumpfen?

Nichts ist unmöglich

Wenn es morgen Dienstag um 9 Uhr losgeht mit den Qualifikationsläufen und ab 13 Uhr in den Finalläufen um die WM-Medaillen gekämpft wird, ist im positiven wie auch im negativen Sinne alles möglich: Die Beschaffenheit der eher flachen Piste lässt auf eine «Materialschlacht» und volles Risiko bereits in der Qualifikation schliessen. (so)

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