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Eurosport übt für Pyeongchang 2018

Der TV-Sender Eurosport berichtet in 54 Ländern und in 20 verschiedenen Sprachen. Zur Ski-WM in St. Moritz sind 70 Mitarbeiter angereist, so viele wie noch nie an einer Ski-WM.

Südostschweiz
18.02.17 - 11:23 Uhr
Asylpolitik

Gernot Bauer ist Redaktionsleiter für alles, was im Bereich olympische Sportarten produziert wird.  «Für uns ist die Ski-WM in St. Moritz die grösste Operation, die Eurosport im Wintersport vor Ort je gemacht hat», sagt der Director Global Olympic Sports Production bei Eurosport. Zum ersten Mal seien über siebzig Personen mit dabei.  Diese produzieren für drei sogenannte «Vollversionen», für Deutschland, Frankreich und international. So werden täglich verschiedene Sendungen gestaltet, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Länder zugeschnitten werden. «Wir haben einen grossen Warenkorb an Beiträgen und Formaten, den wir anbieten können. Jede Version kann sich herauspicken, was für sie wichtig ist», erklärt Bauer.

In einem Truck hinter den Tribünen arbeiten die Produzenten und Techniker täglich auf Hochdruck. In der Nähe der Zuschauertribüne sitzen die Kommentatoren von Eurosport in ihren Kabinen und schildern den Rennverlauf in sechs Sprachen. Im Zielgebiet sind zudem drei TV-Teams mit Moderatoren, welche für Interviews mit Athleten bereitstehen. Auch die ehemalige slowenische Skirennfahrerin Tina Maze und Starmoderator Jonathan Edwards bereiten sich hier auf die Sendung vor, welche jeweils am Nachmittag im House of St. Moritz im Dorf aufgezeichnet und abends dann ausgestrahlt wird.

Auf Social Media ist Eurosport so präsent wie nie zuvor. Joackim Le Goft und drei weitere Onlinemitarbeiter versuchen vor Ort die Stimmung einzufangen und mit Clips und kleinen Filmen über Facebook, Instagram und Snapchat in die Welt hinauszutragen. «Wir transportieren die Emotionen, wir zeigen das Herz der Veranstaltung und reden mit den Fans», erklärt er.

Ein Testlauf für die Winterspiele

Noch beim Weltcup im letzten Jahr reisten 25 Mitarbeiter von Eurosport nach St. Moritz. Weswegen sind es dieses Mal ganze drei Trucks und dreimal mehr Mitarbeiter? «Für uns ist das ein Test. Dadurch, dass wir die Olympiarechte für ganz Europa gekauft haben und in einigen Märkten, wie zum Beispiel in Deutschland, exklusiv übertragen, müssen wir jetzt üben», erklärt Bauer. Die Ski-WM eigne sich dafür hervorragend, da die nächsten Olympischen Spiele die Winterspiele 2018 in Pyeongchang (Südkorea) sein werden. Die Einschaltquoten beweisen, dass das Experiment St. Moritz gelungen ist. «Wir hatten am letzten Samstag das beste alpine Skirennen in der Geschichte von Eurosport», erzählt Bauer. Im Durchschnitt lag die Einschaltquote bei zwei Millionen Zuschauern. (fh)

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