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Auf den Fersen von WM-Direktor Franco Giovanoli

Er ist seit Monaten nonstop unterwegs und trotzdem immer noch gut gelaunt: Franco Giovanoli, der Direktor der Ski-WM in St. Moritz.Wir haben den ehemaligen Disziplinenchef Snowboard für Swiss Ski einige Stunden bei seiner Arbeit begleitet.

Südostschweiz
17.02.17 - 17:30 Uhr
Asylpolitik
RSO-Reporterin Nadja Simmen begleitet Sportdirektor Franco Giovanoli für ein paar Stunden. Bild Nadia Kohler
RSO-Reporterin Nadja Simmen begleitet Sportdirektor Franco Giovanoli für ein paar Stunden. Bild Nadia Kohler

Um 8.30 Uhr treffen wir Franco Giovanoli im Zielraum auf Salastrains und nehmen sogleich den Sessel hoch zum Start des Riesenslaloms. Für ihn sei auch in stressigen Zeiten wichtig, dass er zu den Helfern auf die Piste könne und ihr Feedback direkt bekomme.

Franco Giovanoli im Interview mit Nadja Simmen auf dem Weg zum Start

Nach der Pistenbesichtigung machen wir mit Giovanoli einen Abstecher ins Voluntari-Zelt. Rund 1400 freiwillige Helfer sind in den zwei WM-Wochen in St. Moritz und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Bei dieser Gelegenheit verrät uns der Engadiner, dass er lieber im Voluntari-Zelt als im VIP-Zelt ist.

Der Mann für alle Sorgen

Im Zelt trifft der 48-Jährige auf die freiwilligen Helfer, das Militär und die Zivilschützer, ohne die der Anlass gar nicht möglich wäre. Auch hier kämen immer wieder Leute auf ihm zu, um ihre Sorgen mitzuteilen. Giovanoli schätzt dies sehr. Er habe es lieber, wenn man seine Probleme äussere und er etwas daran ändern könne. Der Direktor gibt kurz vor Schluss aber auch zu, dass teilweise etwas Motivationskünste gefragt sind. «Es braucht ab und an noch den Kick für den letzten Moment.»

Nach der kurzen Kaffeepause im Voluntari-Zelt machen wir mit Giovanoli einen Abstecher ins Village. Dorthin, wo Fans vor und nach den Rennen noch feiern können. Morgens ist es verhältnismässig ruhig. Viel Zeit bleibt uns aber sowieso nicht, da wir bereits Richtung Ziel müssen. Auf dem Weg dorthin erklärt der Direktor der WM, dass er für Smalltalks mit den Fahrern kaum Zeit habe. Im Ziel mitfiebern, gehe allerdings.

Primär hofft Giovanoli natürlich auf Schweizer Podestplätze. Aus Marketing-Perspektive sei eine gute Mischung des Podests aber natürlich besser, wie er lachend zugibt.

Gute Besucherzahlen

Der Riesenslalom der Herren ist gut besucht, wie Giovanoli vor dem Rennen von einem Mitarbeiter erfährt. Allgemein sei er sehr positiv überrascht über die guten Besucherzahlen bei allen Rennen. Dazu dürften auch die Temperaturen beitragen, welche eher den Temperaturen Ende März gleichen. Für die Pistenpräparation sei dies zwar nicht von Vorteil, aber die Besucher würden dadurch länger am Berg bleiben.

Kurz vor dem Ziel werden wir kurz aufgehalten. Auch der Chef der Ski-WM muss bei der Sicherheitskontrolle seinen WM-Ausweis zeigen. Giovanoli ist stolz: «Das zeigt, dass die Sicherheitskontrollen auch wirklich funktionieren.» Wenige Sekunden später stehen wir im Ziel und das Rennen beginnt.

Giovanoli kann das Rennen von Anfang bis Ende geniessen, wenn es keinen Notfall gibt. Zudem hofft er, dass er an den letzten zwei Abenden sich auch noch ins Nachtleben stürzen kann. Wir werden ihn am Sonntag beim Bilanzinterview natürlich danach fragen. (koa)

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