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Feuertaufe für Schweizer «Riesen-Küken»

Nach dem Ausfall von Lara Gut stehen im Riesenslalom der Frauen vier Fahrerinnen ohne WM-Erfahrung am Start. Ihr Durchschnittsalter liegt unter 20 Jahren.

Südostschweiz
16.02.17 - 07:00 Uhr
Asylpolitik
Die 17-jährige Camille Rast stand bereits im Team-Wettkampf im Einsatz. Bild Keystone
Die 17-jährige Camille Rast stand bereits im Team-Wettkampf im Einsatz. Bild Keystone

Mit Lara Gut fehlt die mit Abstand beste Schweizer Riesenslalom-Fahrerin des Winters. Neben Gut sorgte Simone Wild für die beste Platzierung in diesem Winter. Die Zürcher WM-Debütantin erreichte im Dezember in Sestriere als Siebente ihr Karriere-Bestresultat.

Sie habe vor der Saison nicht unbedingt damit gerechnet, an der Heim-WM starten zu können, so Wild, die mit 23 Jahren älteste Fahrerin der vier Schweizerinnen ist. «Dafür freue ich mich nun umso mehr. Ich werde versuchen, das Rennen zu geniessen und die ganze Stimmung aufzusaugen.»

Mit Mélanie Meillard und Camille Rast stehen zwei ganz junge Walliserinnen am Start. Wie Wild erreichte die 18-jährige Meillard ihr bestes Riesenslalom-Resultat in Sestriere. Sie wurde dort Zehnte. Neben dem «Riesen» bestreitet die jüngere Schwester von Loic Meillard am Wochenende auch den Slalom.

Überraschendes Aufgebot

Die noch ein Jahr jüngere Rast brachte sich erst Ende Januar in Kronplatz mit ihrem 9. Rang für die WM-Selektion ins Spiel. «Ich gebe mein Bestes und hoffe, dass ich nach dem ersten Lauf in den Top 30 bin. Danach schaue ich weiter.» 

Jasmina Suter, eine weitere WM-Debütantin, vervollständigt das Swiss-Ski-Quartett. Die Schwyzerin war ursprünglich gar nicht für die Heim-WM aufgeboten. Doch die 21-jährige Junioren-Weltmeisterin rutschte nach Guts Verletzung nach. «Das Ganze kam sehr überraschend. Ich hätte nie mit einem Aufgebot gerechnet», sagt Suter, die in diesem Winter in drei Einsätzen ohne Weltcup-Punkte geblieben war.

Top-Favoritin Tessa Worley

Die Favoritin auf Gold kommt aus Frankreich. Tessa Worley hat drei Riesenslaloms in diesem Winter für sich entschieden, in drei weiteren klassierte sie sich als Zweite. 

Eine vergleichbare Konstanz wie Worley schaffte einzig Mikaela Shiffrin. Die Slalom-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin aus den USA ist auch die einzige Fahrerin, die die Französin noch am Gewinn der kleinen Kristallkugel hindern kann. (so/sda)

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