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Feuz greift nach Gold – Südostschweizer in der Aussenseiterrolle

Am Samstag steht an der Ski-WM in St. Moritz die Königsdisziplin auf dem Programm. Nach der mageren Ausbeute im Super-G ist das Schweizer Speed-Team in der Abfahrt auf Wiedergutmachung aus.

Südostschweiz
11.02.17 - 08:39 Uhr
Asylpolitik
Es ist angerichtet: Die Abfahrt der Männer verspricht Spannung und Spektakel. Bild Keystone
Es ist angerichtet: Die Abfahrt der Männer verspricht Spannung und Spektakel. Bild Keystone

Der Fahrer, der die Kohlen für die Schweizer Abfahrer aus dem Feuer holen soll, ist Beat Feuz Die Bestzeit im ersten Training und seine Leistung in der zweiten Übungsfahrt am Donnerstag sind Indizien, dass der Berner bereit ist für die grosse Herausforderung.

Die Voraussetzungen für den Coup am Tag, an dem er 30 Jahre alt wird, sind gegeben. Die Gewissheit, dass ihm die Verhältnisse an diesem Berg behagen, verleiht zusätzliches Selbstvertrauen. Die Erinnerung an den letzten März und den Doppelsieg in Abfahrt und Super-G beim Saisonfinale ebenso.

Ausgangslage verspricht Spannung

Nur: Das Feld möglicher Spielverderber ist breit. Der Weltcup reflektiert die Ausgeglichenheit in der prestigeträchtigsten Disziplin. In den bisherigen fünf Weltcup-Abfahrten des Winters siegten fünf verschiedene Fahrer. Diese Konstellation liegt nicht in der fehlenden Konstanz eines einzelnen Fahrers begründet, sondern im extrem hohen Leistungsniveau.

Aus dem Schweizer Aufgebot, das durch die als Aussenseiter startenden Mauro Caviezel und Nils Mani komplettiert wird, verfügen auch Carlo Janka und Patrick Küng über dieses hohe Niveau.

Diese Einschätzung teilt auch Bernhard Russi, der für TV Südostschweiz auf die WM-Abfahrt vorausblickt:

TV Südostschweiz, 10.02.2017.

Findet Janka die richtige Lösung?

Bei Janka haben in St. Moritz aber nicht alle Teile der Erfolgsformel zusammengepasst. Der Bündner steht auf der Piste Corviglia seit jeher mit dem Flachstück kurz nach dem Start auf Kriegsfuss und handelt sich in jenen Passagen entsprechende Zeitrückstände ein. Küng hat sich im bisherigen Saisonverlauf noch nicht in der Form präsentiert, die ihn auf die Liste der Medaillenkandidaten bringen würde.
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Carlo Janka will sich im Vergleich zu den Trainings steigern. Bild Keystone

Beide sehen trotzdem durchaus Perspektiven - vorausgesetzt, sie haben sich das Beste für den Samstag aufgespart. Küng befindet sich in ähnlicher Ausgangslage wie vor zwei Jahren. Auch damals hat er gezeigt, dass bei idealem Verlauf alles möglich ist. Er musste in der Equipe den Umweg über die Qualifikation gehen, um Weltmeister zu werden.

(sda/so)

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