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Senioren-WM macht die ganze Region fit

Im März findet in Klosters die Langlauf-WM der Senioren statt. 
Das Organisationskomitee rechnet mit rund 12'000 Übernachtungen.

Südostschweiz
09.02.17 - 17:00 Uhr
Asylpolitik
Idee lanciert: Ruedi Schorro ist Initiant und Wettkampfleiter. Bild Corinne Gut-Klucker
Idee lanciert: Ruedi Schorro ist Initiant und Wettkampfleiter. Bild Corinne Gut-Klucker

Das Organisationskomitee des Nordic Masters World Cup Klosters hat mit seiner Schätzung 
vor gut einem Jahr ins Schwarze getroffen. Mit 1200 Sportlerinnen und Sportlern war damals gerechnet worden, 1185 Teilnehmende wird man definitiv begrüssen können. «Wir sind sehr erfreut, dass so viele Sportler kommen, denn in den letzten Jahren waren die Anmeldezahlen für diesen Anlass abnehmend», sagt Georg Grass. Er ist Präsident des Organisationskomitees, bei ihm laufen alle Fäden für den Grossanlass zusammen.

«Wir sind sehr erfreut, dass so viele Sportler kommen»

Der Nordic Masters World Cup findet vom 3. bis 10. März in Klosters statt. Die Langlauf-Wettkämpfe richten sich an ehemalige Spitzenathleten, ambitionierte Volks- und geübte Hobbylangläufer der Jahrgänge 1986 und älter.

Für die besten Masters-Langläufer sei der Weltcup gleichbedeutend mit den Weltmeisterschaften, weshalb diese Rennen inoffiziell als Senioren-Weltmeisterschaft bezeichnet würden, ist dazu in einer Medienmitteilung festgehalten. In der Schweiz fand dieser Sportanlass bislang nur einmal statt, nämlich 1999 in Grindelwald BE. Klosters hatte den Zuschlag für die Durchführung 2014 erhalten. Das Teilnehmerfeld stammt aus insgesamt 29  Ländern. Laut Grass würden sogar Sportler aus Grönland, Australien und Andorra nach Klosters anreisen. Das grösste Kontingent stellt gemäss Mitteilung die Schweiz (202 Teilnehmer), gefolgt von den USA (173), Russland (164) und Deutschland (105). Der älteste Teilnehmer hat ein stolzes Alter von 91 Jahren.

Zweitwohnungsbesitzer als Helfer

Ohne freiwillige Helfer ist ein Grossanlass wie dieser nicht zu meistern. Insgesamt haben sich 350 Personen für einen Einsatz zur Verfügung gestellt. Grass zeigt sich darüber sehr erfreut: «Praktisch 90  Prozent sind Einheimische aus der Region Klosters, Davos und dem Prättigau.» Es hätten sich aber auch Klosterser Gäste – darunter Zweitwohnungsbesitzer – als Helfer angemeldet.

Die Zeit, bis der Startschuss zum ersten Rennen fällt, verrinnt schnell. Die grössten bis dahin noch zu meisternden Herausforderungen lägen in den organisatorischen Details, dem Feinschliff, erklärt Grass. Er ist aber sehr zuversichtlich gestimmt, dass alles klappen wird wie geplant.

Kein VIP aus dem Königshaus

Unter den VIPs, die man erwarte, würde sich etwa der Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli befinden, sagt Grass. Zudem rechne man mit verschiedenen bekannten Sportlern, deren Namen Grass noch nicht nennen will, weil diese noch nicht definitiv zugesagt hätten. Einen Besuch der Rennen durch den bekanntesten Klosterser Stammgast aus dem englischen Königshaus erwartet Grass jedoch nicht: «Prinz Charles kommt nicht.»

Auch ohne haufenweise VIPs wird die Klosterser Hotellerie vom Nordic Masters World Cup enorm profitieren können. Grass: «Wir können rund 12'000 Logiernächte bestätigen.» Der Grossteil der Übernachtungen erfolge in Klosters, aber auch im Prättigau sowie in Davos hätten Teilnehmende Unterkünfte gebucht.

Vom mehrtägigen Langlauf-Wettkampf in Klosters profitieren auch die Veranstalter des Engadin Skimarathon. Für diesen Anlass wurden den Teilnehmenden des Nordic Masters World Cup vergünstigte Startplätze angeboten. Und so werden 310 Sportler, die in Klosters an den Start treten, danach auch noch den Engadin Skimarathon bestreiten. «Das ist eine hervorragende Zusammenarbeit, und das Resultat hat sich für beide Seiten gelohnt», konstatiert Grass. (zib)

 

 

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