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Polo ist Leidenschaft

Malcolm Borwick ist einer der besten Polospieler Großbritanniens. Er hat acht Mal für die englische Nationalmannschaft gespielt und ist mit dem englischen Königshaus befreundet. Aktuell spielt er am Snow Polo World Cup St. Moritz.

Südostschweiz
28.01.17 - 07:00 Uhr
Asylpolitik
Malcolm Borwick (rechts) unterrichtet Redaktorin Fadrina Hofmann. Bild Olivia Item
Malcolm Borwick (rechts) unterrichtet Redaktorin Fadrina Hofmann. Bild Olivia Item

von Fadrina Hofmann

Seine Liebe zu Pferden hat Malcolm Borwick zum Sport gebracht, und die Vielseitigkeit der Sportart. Polo ist ein Teamsport und sehr dynamisch. Kenner sagen, es sei eine der schwierigsten Sportarten überhaupt. Borwick ist auch Botschafter für die Whiskymarke Royal Salute und er betreibt eine Beratungsfirma für Polo.

Im Team von Royal Salute spielen nebst Borwick die beiden Prinzen Harry und William, beides leidenschaftliche Polo-Spieler. Borwick pendelt mit seiner Familie durch die Polodestinationen der Welt, von Miami nach Argentinien und Grossbritannien. In St. Moritz ist er das zweite Mal mit dabei.

Drei Fragen an Malcolm Borwick

Herr Borwick, was ist der Unterschied zwischen Polo und Snow Polo? Nun, wir spielen hier in St. Moritz auf einem verkürzten Feld, der Ball ist modifiziert und die Pferde haben ausserdem spezielle Schuhe an.  Die Umgebung von St. Moritz ist übrigens wunderschön. Dieser Ort hat alle Voraussetzungen für einen grossartigen Sportevent.

Wie kamen Sie zum Polosport? Durch Zufall. Ich habe als Elfjähriger mein erstes Spiel erlebt und ich habe es sofort geliebt. Meine Grossmutter hat 1924 im ersten Poloteam der Damen mitgespielt. Das wusste ich allerdings nicht, bis ich  20 Jahre alt war. Polo wird in meiner Familie seit Generationen gespielt. Ich hatte die Chance, diese Tradition fortzuführen und ich habe das nie bereut.

Was ist die Faszination dieses Sports? Es ist die Summe dieses Sports, die Kombination aus Mannschaftgeist, wundervolle Settings, tolle Leute, das Adrenalin während des Spiels, die Pferde und die Komplexität des Spiels. Auch wenn du einen richtig guten Tag hattest, kannst du immer noch etwas verbessern. Es gibt immer ein neues Ziel. 

Im Rahmen des Snow Polo World Cup St. Moritz hat Malcolm Borwick «Südostschweiz»-Redaktorin Fadrina Hofmann einen Crashkurs in Snow Polo gegeben. Der Erfahrungsbericht erscheint in der Zeitung «Südostschweiz» vom Samstag.

Polo in Kürze
Polo gilt als Spiel der Könige und als Krönung aller Reitdisziplininen. Das dynamische Spiel mit Ball und Schläger verlangt so viele unterschiedliche Kompetenzen, dass im Grunde Dressur- oder Springreiter gefragt sind. Worum geht es bei einem Polomatch? Es spielen zwei Mannschaften mit je vier Spielern gegeneinander. Das Spielfeld ist so gross wie sieben Fussballfelder. Ziel ist es, möglichst viele Tore zu schiessen. Da es erlaubt ist, durch Abdrängen des Gegners in Ballbesitz zu gelangen, geht es beim Polo nicht zimperlich zu. Dennoch wird grösster Wert auf sportliche Fairness und auf den Schutz der schnellen, wendigen Polopferde gelegt. Die beiden Schiedsrichter pfeifen das Spiel sofort ab, wenn das Wohlergehen eines der Ponys riskiert wird. Stürzt dagegen ein Spieler aus dem Sattel, muss der Match nur unterbrochen werden, wenn die gegnerische Mannschaft dem zustimmt. Unter Gentlemen, wie Polospieler es im Allgemeinen sind, ist das jedoch selbstverständlich.
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