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Verdoppeln sich die Kosten für die Ski-WM 2017 in St. Moritz?

Auf nicht mehr als fünf Millionen Franken sollten sich die Investitionskosten für die Ski-WM 2017 in St. Moritz belaufen. Der Betrag droht sich aber nun zu verdoppeln.

Südostschweiz
Dienstag, 11. Dezember 2012, 12:00 Uhr
Ski-WM 2017 könnte teurer werden als gedacht: Blick auf den Starthang der Herren-Abfahrt in St. Moritz.

Ski alpin. – Vor und während der Bewerbung von St. Moritz für die Ski-WM hiess es, die Investitionskosten würden fünf Millionen Franken nicht überschreiten. Wie Radio DRS am Montag berichtet hat, könnte sich dieser Betrag aber nun verdoppeln – im besten Fall. Von zehn bis elf Millionen Franken ist neu die Rede.

Konkret wollen die Organisatoren der WM Anpassungen am Salomhang und dem Zielhaus vornehmen. Zudem soll ein fixes Starthaus für Frauenrennen gebaut und Pistenunterführungen saniert werden. Wie Hugo Wetzel, Präsident der Ski-WM gegenüber dem Radio sagte, sind die steigenden Kosten mit dem technologischen Fortschritt seit Beginn der Kampagne zu erklären. Ob in diesen Fortschritt investiert werden soll, «ist ein Entscheid der Bevölkerung», so Wetzel. Bei einer Kreditabstimmung soll das Stimmvolk entscheiden, ob die neue, teurere Variante zum Zug kommt oder nicht, schreibt das «Bündner Tagblatt» in seiner Ausgabe vom Dienstag.

Schlechte Erfahrungen

Bereits im Vorfeld der Ski-WM 2003 wurde eine erste, kantonale Kreditabstimmung verworfen. Der Beitrag wurde daraufhin redimensioniert. Für Wetzel liegen die Vorteile der teureren Variante auf der Hand: «Das ist genau die gleiche Diskussion, die auch bei Olympia immer wieder ansteht.»

Die Modernisierung würde im Zuge eines Grossanlasses durchaus Sinn machen, betont Wetzel. Von einer Kostenexplosion könne nicht gesprochen werden. Im Hinblick auf eine allfällige Olympiakandidatur versichert Hugo Wetzel: «Die Investitionen, die damit in den alpinen Skirennsport gemacht würden, reichen für Olympia aus.» (mm) 

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