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Goalielegende Hitz gibt Comeback mit 38 Jahren

Goalielegende Hitz gibt Comeback mit 38 Jahren

Martin Hitz, ehemaliger Nationalmannschaftstorhüter und mehrfacher Meister und Cupsieger mit Alligator Malans, gibt mit 38 Jahren sein Comeback bei den Herrschäftlern.

29.12.21 - 09:22 Uhr
Unihockey

Er darf getrost als Unihockeylegende bezeichnet werden. Martin Hitz war nicht nur für Malans, sondern auch für die Nationalmannschaft ein langjähriger und starker Rückhalt. Vier Jahre nach seinem Rücktritt gibt der 38-Jährige nun sein Comeback. Es ist ein überraschendes und gleichzeitig spezielles Engagement, heisst es vonseiten Alligator Malans.

Martin Hitz erklärt im Interview, wie es dazu kam:

Martin Hitz im Interview. (Video Roman Michel)

Im Jahr 2017 trat Hitz auf der ganz grossen Bühne ab. Es war ein Superfinal gegen Wiler-Ersigen vor tausenden Zuschauern und gleichzeitig eine der bittersten Niederlagen seiner Karriere. Malans schien zehn Minuten vor Schluss der sichere Sieger zu sein. Doch innerhalb von 41 Sekunden kassierten die Malanser am Ende noch drei Tore. Die Entscheidung fiel im Penaltyschiessen. Hitz war ein letztes Mal im Mittelpunkt des Schweizer Unihockeys und er konnte es trotz Niederlage geniessen, wie er im Anschluss sagte: «Es ist natürlich etwas vom Schönsten, das man sich vorstellen kann, wenn man so abtreten kann mit so einer Kulisse. Aber leider hat es einen faden Beigeschmack.»

Martin Hitz und der Krimi in seinem letzten Spiel:

Video TV Südostschweiz (2017)

An eine Rückkehr auf höchster Stufe hat auch er selbst nie gedacht. Bis heute. Grund für den überraschenden Transfer ist die Situation bei den Malansern. Stammtorhüter Jonas Wittwer fällt verletzt aus. Spezielle Situationen erfordern spezielle Massnahmen, heisst es vom Verein. «Einerseits geht es um die Absicherung der ungewissen Corona-Einflüsse und die Kompensation des verletzungsbedingten Ausfalls von Jonas Wittwer. Das strenge Programm bis zu den Playoffs hat bei unseren Überlegungen ebenfalls eine Rolle gespielt. Kurz zusammengefasst: Wir müssen auf der Torhüterposition sicher und für alle Eventualitäten bereit sein in den nächsten Wochen und Monaten», lässt sich Sportchef Thomas Hitz zum Comeback seines Bruders zitieren.

Der Stammtorhüter Jonas Wittwer verletzte sich am Meniskus und fällt längere Zeit aus:

Aus der Routine gekommen ist Martin Hitz nie. Nach seinem Abgang bei Alligator Malans spielte der Prättigauer bei Blau-Gelb Cazis, dem Serienmeister im Kleinfeld-Uniockey. Der ehemalige Nationaltorhüter freut sich auf die Herausforderung: «Natürlich war das meinerseits nicht so geplant, aber nachdem mich die Alligatoren um Hilfe gebeten haben, werde ich nun alles versuchen, um dem Team in dieser ausserordentlichen Situation zu helfen.»

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