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Fünf Bündner für die Euro Floorball Tour in St. Gallen aufgeboten

Für das Schweizer Unihockey-Nationalteam ist die Euro Floorball Tour (EFT) in St. Gallen die letzte Chance, sich auf die Heim-WM einzustimmen. Dan Hartmann fehlt im Aufgebot.

Südostschweiz
10.08.22 - 11:55 Uhr
Unihockey
Wieder mit dabei: Claudio Laely bejubelt einen Treffer an der Unihockey Weltmeisterschaft 2021 in Helsinki, Finnland.
Wieder mit dabei: Claudio Laely bejubelt einen Treffer an der Unihockey Weltmeisterschaft 2021 in Helsinki, Finnland.
Bild Keystone

Drei Monate vor der Unihockey-Heim-Weltmeisterschaft hat der Schweizer Nationaltrainer David Jansson sein Aufgebot für die letzten Länderspiele vor dem grossen Highlight bekanntgegeben, wie Swiss Unihockey in einer Medienmitteilung vermeldet. Vom 2. bis 4. September misst sich die Schweiz an der Euro Floorball Tour (EFT) in St. Gallen mit Schweden, Finnland und Tschechien. Im Aufgebot der Nationalmannschaft sind mit Claudio Laely und Paolo Riedi, beide von GC Unihockey, sowie Tim Braillard, Kevin Berry und Christoph Camenisch (alle von Alligator Malans) auch fünf Bündner Spieler.

Mit Dan Hartmann fehlt nur ein weiterer Spieler von Alligator Malans, der zu den langjährigen Nationalspielern zu zählen ist. Ob ihm Jansson nochmals mehr Zeit geben möchte um seine Verletzungsanfälligkeit auszukurrieren oder ob der WM-Zug definitiv abgefahren ist, ist schwierig zu prognostizieren. Trotzdem überrascht der Entscheid ein wenig, zeigte sich Jansson doch in der Vergangenheit sehr angetan vom flexibel einsetzbaren Hartmann, den man überall aufstellen könne ausser im Tor.

Mit den Besten messen

Sie werden sich im Athletik Zentrum in St. Gallen Anfang September mit de Topfavoriten auf den WM-Titel messen. «Wir haben versucht, die Balance zu finden zwischen Spielern, die bereits Erfahrung mit unserer Spielidee haben, und Spielern, die neue Energie reinbringen», sagt Nationaltrainer David Jansson. Dass diesmal die WM-Kampagne aufgrund der Verschiebung der letzten WM kürzer ist und somit nur eine EFT im Vorfeld durchgeführt wird, habe Einfluss gehabt auf das Aufgebot: «Die Mehrheit der Spieler kennt unsere Spielweise gut.»

Im Aufgebot: Paolo Riedi (links) während einem WM-Gruppenspiel der Schweiz gegen Deutschland.
Im Aufgebot: Paolo Riedi (links) während einem WM-Gruppenspiel der Schweiz gegen Deutschland.

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Beim Aufgebot gingen die Gedanken des Staffs bereits Richtung WM, an der zwei Feldspieler weniger nominiert werden dürfen. Es sei nicht einfach gewesen, das Kader zusammenzustellen, da sehr viele Faktoren miteinbezogen wurden: «Es geht nicht nur um die drei WM-Startlinien, sondern auch darum, welche Spieler polyvalent einsetzbar sind und in Drucksituationen genug Automatismen mit unserer Spielidee aufgebaut haben.»

Nach dem enttäuschenden Abschneiden an den World Games im Juli wollen die Schweizer eine Reaktion gegen die besten Nationen zeigen. Zuerst steht ihnen am Freitag, 2. September, der Vizeweltmeister und WM-Gruppengegner Finnland gegenüber. Am Samstag folgt die Partie gegen Weltmeister Schweden und am Sonntag das Spiel gegen die Weltnummer 3 Tschechien.

U19-Aufgebot ebenfalls bekannt

Ebenfalls bekannt ist das Kader der U19-Männer, die gegen die gleichen Gegner in der Ostschweiz antreten werden. Mit dabei sind mit Levi Walser, Jamie Britt (UHC Alligator Malans) und Mario Kunz (Chur Unihockey) drei Bündner Nachwuchskräfte. Ihre WM geht im Mai 2023 über die Bühne. Der Nationaltrainer Simon Meier setzt für die EFT auf praktisch dieselben Spieler wie an den letzten Länderspielen im April, als die Schweiz gegen die Slowakei gewann und knapp gegen Tschechien verlor. Einzig Maël Marthaler steht neu im Aufgebot. «Das Team nimmt langsam Formen an. Wir haben bei den Spielern in den letzten Länderspielen eine klare Entwicklung in die richtige Richtung gesehen. In diesem Sinne möchten wir weitergehen», so Meier. «Einige Spieler sind zwar noch angeschlagen, weshalb ihr Einsatz fraglich ist. Wir haben aber am Prospect-Camp im Juni auch noch einige Optionen gesehen, welche interessant werden können.»

Aufgebot Männer A-Nationalteam:

Torhüter: Pascal Meier (HC Rychenberg Winterthur), Patrick Eder (Floorball Köniz)

Feldspieler: Jan Zaugg, Luca Graf, Stefan Hutzli (Floorball Köniz), Tobias Heller, Claudio Laely, Joël Rüegger, Christoph Meier, Paolo Riedi, Noël Seiler, Moritz Mock (GC Unihockey), Nils Conrad, Nicola Bischofberger (HC Rychenberg Winterthur), Manuel Maurer (Växjö IBK, SWE), Tim Braillard, Kevin Berry, Christoph Camenisch (UHC Alligator Malans), Michael Schiess (UHC Waldkirch-St. Gallen), Jan Bürki (FBK Kalmarsund, SWE), Claudio Schmid (UHC Uster), Patrick Mendelin (Basel Regio)

Aufgebot Männer U19-Nationalteam:

Torhüter: Mathias Juon (UHC Thun), Alessio Mura (Floorball Köniz)

Feldspieler: Linus Arnold, Maurus Christen (Zug United), Levi Walser, Jamie Britt (UHC Alligator Malans), Vinz Burren, David Hermle, Jascha Haldemann (Floorball Köniz), Jonathan Davet, Till Eser, Mattia Schmied (SV Wiler-Ersigen), Timo Graf, Noah Kern (HC Rychenberg Winterthur), Joris Hänseler, Pascal Schmuki (UHC Uster), Janis Ribler, Ramon Zenger, Florin Fehr, Maël Marthaler (Floorball Thurgau), Elia Seiler (GC Unihockey), Mario Kunz (Chur Unihockey)

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