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Alligator weiterhin souverän, Chur lässt Federn

Alligator Malans schlägt Cupsieger Zug United zuhause mit 5:0. Chur musste mit 2:4 gegen die Grasshoppers zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz.

Südostschweiz
Sonntag, 27. September 2020, 08:48 Uhr Unihockey
Alligator Malans Zug United Unihockey
Nach wenigen Sekunden bereits das erste Tor für Alligator. Dan Hartmann (rechts, 96) klatsch mit Simon Nett (22) ab.
BERNHARD AEBERSOLD

Malans lässt Zuger stehen

Im Spiel von zwei bisher ungeschlagenen Teams fand der Gastgeber aus Malans schneller den Tritt. Nach nur gerade 17 Sekunden entwischte Dan Hartmann der Zuger Verteidigung und brachte seine Farben in Führung. Auch in der Folge waren die Hausherren den Gästen überlegen. Die Alligatoren kontrollierten Gegner, Spiel und Ball nach Belieben und hätten früher weitere Treffer nachlegen können, doch der Zuger Torhüter vereitelte Mal um Mal Grosschancen. Bis und mit der zehnten Minuten durfte Malans dann doch noch zweimal jubeln.

Ursin Thöny hatte nach einem Abschluss von Tim Braillard am richtigen Ort gestanden und die Führung ausgebaut, und schliesslich Gian-Marco Capatt mit einem Drehschuss ins Lattenkreuz für das 3:0 gesorgt. Von der hochgelobten Zuger Offensive um die Schweden Alexander Hallén und André Andersson war über das gesamte Spiel nicht viel zu sehen. Trotzdem war diese erste Angriffsformation beim Gegner noch die einzige, die mit ihren Querpässen zumindest für etwas Gefahr sorgen konnte.

Als zu Beginn des Mitteldrittels auf Pass von Jarkko Nurmela Remo Buchli getroffen hatte, durfte sich auch die dritte Malanser Formation über einen Treffer freuen. Der omnipräsente Tim Braillard sorgte dann gegen Ende des Mitteldrittels mit dem 5:0 im Powerplay für die Vorentscheidung. Und so stellte sich im Schlussabschnitt nur noch die Frage, ob Sandro Breu im Tor der Alligatoren, bei seiner Saisonpremiere ohne Gegentor bleiben würde – also zum Shutout kommen würde. Auch wenn die Zuger im Schlussabschnitt einige Male gefährlich vors gegnerische Tor kamen und schon sieben Minuten vor Schluss ohne Goalie und mit einem zusätzlichen Feldspieler den Anschluss schaffen wollten, gelang es kein Tor zuzulassen.

Nach dem Spiel wurde Breu nicht nur zum besten Spieler seines Teams ausgezeichnet, sondern war auch gleich der gefeierte Held in einem starken Kollektiv. (sas)

Trotz Churer Niederlage «der beste Auftritt der Saison»

Nach den beiden Auftaktsiegen gegen Langnau und Thun muss Chur Unihockey in der noch jungen Saison erstmals als Verlierer vom Platz. Gegen die als Titelaspiranten gehandelten Grasshoppers verlieren die Bündner mit 2:4.

Dabei schnupperte das Heimteam bis zuletzt an einem Punktgewinn, nachdem Kim Hyrkkönen drei Minuten vor der Schlusssirene zum 2:3 verkürzt hatte. Mit sechs Feldspielern suchten die Churer danach den Ausgleich – das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. «Heute wäre GC zu packen gewesen», sagte Chur-Topskorer Sandro Cavelti, der für das zwischenzeitliche 1:2 besorgt war, kurz nach der Partie.

Schliesslich fehlte den Bündnern aber in den entscheidenden Situationen die nötige Coolness. Vor dem 0:1 nach knapp einer halben Stunde gelang es der Defensive nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Das 0:2 fiel durch einen Distanzschuss nachdem das Heimteam aus zwei Überzahlsituationen keinen Profit ziehen konnte. «Sie nutzten unsere wenigen Fehler eiskalt aus, während wir vorne zu viele hochkarätige Möglichkeiten liegen liessen bevor uns zehn Minuten vor Schluss der erste Treffer gelang», so Cavelti, der trotz der Niederlage vom «besten Auftritt in dieser Saison» sprach. (rmi)

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