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Chur im Geisterspiel gegen Wiler chancenlos

Chur Unihockey hat dem Meisterexpress von Wiler-Ersigen auch in der zweiten Playoff-Partie nicht viel entgegen zu setzen. Nachdem Chur im ersten Spiel während zwei Dritteln den Titelaspirant ärgerte, startete Wiler konzentriert und entschied diese Partie mit 10:2 für sich. Wiler-Ersigen führt nun die Serie mit 2:0 an.

Südostschweiz
Montag, 02. März 2020, 07:08 Uhr Unihockey
Chur Unihockey Match Wiler
In der Partie Anfang März versuchen die Churer Sandro Cavelti (rechts) und Manuel Rieder dem Wiler Krister Savonen den Ball wegzunehmen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

von Andreas Reich, Chur Unihockey

Chur blockte zu Spielbeginn den konzentriert spielenden Qualisieger erfolgreich vor dem eigenen Tor ab. Wiler-Ersigen wurde aber mit schnellem Direktspiel und präzisen Querpässen immer wieder gefährlich und es war nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste nach einem Ballverlust von Chur schnell umschalteten und mit einem Pass von Marco Louis auf Joonas Pylsy das Skore eröffneten. Auch das zweite Tor von Wiler in der achten Minute war ein Direktschuss durch Philipp Affolter auf Pass von Dominik Alder, der die Churer Abwehr überforderte. Mit doppelter Überzahl agierte Wiler in der 15. Spielminute und es kam was zu erwarten war: Wiler führte bis zur Pause klar mit 4:0. Am Schluss des Drittels kam Chur besser ins Spiel, konnte aber den Wiler Torwart nicht bezwingen.

Chur kam besser ins Spiel

Im Mitteldrittel erarbeitete sich Chur trotz Überlegenheit von Wiler immer wieder Chancen, scheiterte jedoch im Block der Wiler und kassierte weitere Treffer nach unnötigen Ballverlusten. In der elften Minute des Mittelabschnittes konnte Gian-Luca Amato nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den anschliessenden Penalty verwandelte Mauro Stingelin zum ersten Treffer für Chur. In der Folge war das Spiel weniger einseitig und Chur fand den Zugang zum Spiel. Die erste Strafe für Wiler war Ausdruck dafür, dass Chur nun mehr Spielanteile hatte, was Wiler sichtlich missfiel. Mit dem zweiten Tor durch Dennis Blomberg untermauerten die Churer diesen Eindruck. Mit einer unnötigen Strafe wurden die Churer jäh gebremst und Wiler nutzt diese Chance kalt zum 6:2 aus. Trotzdem hatte zu diesem Zeitpunkt das Spiel von Wiler an Überzeugung verloren und man wartete gespannt auf den letzten Spielabschnitt.

In der 50. Minute ohne Torwart

Zu Beginn des letzten Drittels entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem Wiler seine Stärke nicht mehr gleich ausspielen konnte, bis der letztjährige Meister wieder zum schnellen Passspiel fand und Deny Känzig eine schnelle und schöne Wiler-Kombination zum 7:2 abschloss. Der SVWE spielte nun wieder so wie zu Beginn der Partie, agierte schnell und fehlerlos und erzielte prompt die nächsten Treffer. Chur reagierte darauf mit einem Time-Out und blieb mit Kontern gefährlich. In der Schlussphase behielt Wiler den Ball abgeklärt in den eigenen Reihen, während Chur bereits zehn Minuten vor dem Ende ohne Torwart agierte und prompt weitere Treffer kassierte.

Für Chur gilt es nun ein Rezept gegen das schnelle Passspiel von Wiler-Ersigen zu finden, um im Spiel drei mehr als nur den Favoriten zu ärgern.

Chur Unihockey – SV Wiler-Ersigen 2:10 (0:4, 2:2, 0:4)

Gewerbliche Berufsschule, Chur. SR Wehinger/Zurbuchen.

Tore: 6. J. Pylsy (M. Louis) 0:1. 8. P. Affolter (D. Alder) 0:2. 11. J. Pylsy 0:3. 15. K. Savonen (T. Väänänen) 0:4. 29. M. Louis (M. Dudovic) 0:5. 31. M. Stingelin 1:5. 38. D. Blomberg (M. Stucki) 2:5. 39. J. Bürki (M. Dudovic) 2:6. 49. D. Känzig (M. Rentsch) 2:7. 51. M. Rentsch (T. Väänänen) 2:8. 58. C. Mutter (D. Känzig) 2:9. 60. C. Mutter (D. Känzig) 2:10.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.

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