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Die Schweiz erwartet ein Duell auf Augenhöhe

Mit einem 10:4-Sieg hat sich die Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft für den Halbfinal der Weltmeisterschaft qualifiziert, der am Samstag stattfinden wird. Dann gilt es, nochmal einen Gang höher zu schalten, sagen Flurina Marti und Seraina Ulber im Interview.

Südostschweiz
Freitag, 13. Dezember 2019, 14:28 Uhr Unihockey
Flurina Marti und Nadia Reinhard jubeln beim ersten Spiel der Schweiz an der WM.
KEYSTONE / Flurina Marti und Nadia Reinhard jubeln beim ersten Spiel der Schweiz an dieser WM.

40 Tore und 4 Siege in 4 Spielen, das ist die bisherige Bilanz der Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft an der Heimweltmeisterschaft der Frauen in Neuenburg. Zahlen, die sich sehen lassen können. Auch im Viertelfinale am Donnerstagabend schlug die Schweiz zu und siegte 10:4 gegen Lettland.

Über die ganzen 60 Minuten eines Spiels konstant auf Top-Niveau zu spielen, das haben die Schweizerinnen jedoch nicht geschafft – auch gegen Lettland nicht. «Wir konnten unser Spiel über weite Strecken spielen», meint Seraina Ulber gegenüber Radio Südostschweiz nach dem Viertelfinale, «In den letzten 20 Minuten hatten wir aber sehr viele Ungenauigkeiten drin und die Konzentration hat nachgelassen.»

Am Wochenende muss das laut Ulber jedoch besser klappen. Dann steht nämlich der Halbfinal an. «Da braucht es über 60 Minuten eine Top-Leistung. Dessen sind wir uns alle bewusst», sagt auch Flurina Marti.

Heimvorteil ist da

Die Schweiz trifft im Halbfinale auf den Sieger der Partie Tschechien-Polen (Anpfiff am Freitag um 16). Als wahrscheinlicher Gegner wird Tschechien gehandelt. Dieses Team schätzt Marti als schwierigen Konkurrenten ein. «Wir hatten in den letzten Spielen gegen sie teilweise Mühe. Es war jeweils ein Duell auf Augenhöhe.» Tatsächlich haben die Schweizerinnen das letzte Spiel gegen Tschechien im Penaltyschiessen verloren. Aus diesem Grund müsse im Halbfinal jede im Team 100 Prozent geben, sagt Marti. Dass das klappen wird, daran zweifelt sie allerdings nicht: «Wir haben das Heimpublikum im Rücken und es ist einfach toll, hier in Neuenburg zu spielen. Ich glaube, die Halle wird am Wochenende platzen.»

Es gelte im Halbfinal vor allem, die erste Linie der Tschechinnen in den Griff zu bekommen, so Seraina Ulber. «Dort haben sie sehr starke Spielerinnen. Wenn es uns gelingt diese zu neutralisieren, können die anderen zwei Linien den Unterschied ausmachen.» Das sei dem Schweizer Team zum Beispiel gegen Finnland am Samstag gelungen. «Davon können wir ein gutes Gefühl mitnehmen.» (rac)

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