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Piranha wahrt Ungeschlagenheit in extremis

Am Sonntag hat das NLA-Spitzenspiel zwischen Piranha Chur und Skorpion Emmental Zollbrück in der Ballsporthalle Oberemmental Zollbrück stattgefunden. Am Ende siegten die Bündnerinnen im Penaltyschiessen.

Südostschweiz
Montag, 11. November 2019, 11:19 Uhr Unihockey
Flurina Marti figurierte auch gegen Emmental Zollbrück unter den Torschützinnen.
ARCHIVBILD THEO GSTÖHL

Von Piranha Chur

Das Tempo war von Beginn an sehr hoch. Nach nur einer Minute und 47 Sekunden konnte das Heimteam das erste Mal in Führung gehen. Doch die Bündnerinnen antworteten eine Minute später durch Flurina Marti mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1. Dies liessen sich die Emmentalerinnen jedoch nicht gefallen und gingen 34 Sekunden später erneut in Führung. Dass in dieser Partie niemandem was geschenkt wird, war klar. Ein unerlaubter Stockschlag der Churerinnen in der fünften Minute wurde mit einer Zweiminutenstrafe geahndet. Doch die Skorps konnten die Überzahlsituation nicht nutzen. Kurz vor der ersten Drittelspause konnte Luana Rensch gar das 2:2 für die Piranhas erzielen.

Im Mitteldrittel kämpften beide Teams weiterhin um jeden Ball. Es gab viele Zweikämpfe und Sprintduelle. Doch in der 28. Minute waren es die Skorps, die eine Zweiminutenstrafe wegen eines Stockschlages kassierten – und das Powerplay der Bündnerinnen funktionierte perfekt. Nur gerade drei Sekunden war das Powerplay alt, als der Ball von Kathrin Zwinggi auf der Schaufel von Marti gespielt landete, die das Spielgerät im gegnerischen Tor versenkte. Chur war somit das erste Mal in diesem Spiel in Führung – wobei die die Freude nicht von langer Dauer war. Skorpion Emmental Zollbrück glich die Partie mit dem 3:3 aus. Somit war die Spannung für das letzte Drittel gross, denn es konnte noch alles passieren.

In diesem gab es erneut eine Zweiminutenstrafe für die Churerinnen. Die Box von Chur überstand die Strafe zwar ohne Gegentor, doch nur drei Sekunden nach Strafende konnten die Skorps mittels Querpass den erneuten Führungstreffer erzielen. Das Spiel war sehr ausgeglichen und entwickelte sich zu einem wahren «Ping-Pong-Spiel». Doch der Spielstand von 4:3 war zugunsten der Skorps.  Daher mussten die Spielerinnen von Piranha etwas kreieren. Drei Minuten vor Ende des letzten Drittels tauschten die Bündnerinnen ihre Torfrau durch eine sechste Feldspielerin aus. Dies zahlte sich aus, denn Corin Rüttimann konnte zu einem Konter anlaufen und 124 Sekunden vor Schluss die Partie wieder ausgleichen.

Somit mussten die beiden Teams in die Verlängerung. Die Torchancen waren bei beiden Seiten da, doch sie wurden nicht verwertet. Den 305 Zuschauern wurden zehn nervenaufreibende Minuten Unihockey geliefert. Doch es fiel kein Tor, somit musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen. Die Chureinnen konnten ihre Penaltys besser verwerten und gingen somit als Siegerinnen aus dieser Partie.

Piranha bleibt durch diesen Sieg weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze. Am nächsten Wochenende geht es für die Bündnerinnen weiter mit zwei Heimspielen in der GBC in Chur. Am Samstag spielen die Churerinnen gegen Wizards Bern Burgdorf (19 Uhr) und am Sonntag (16 Uhr) steht das Cupspiel gegen Red Ants auf dem Programm.

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